Verbraucherinformation zum Thema Energieeffizienzklassen - Worauf Sie beim Kauf energieeffizienter Küchengeräte achten sollten.
Viele Küchengerätehersteller haben ihre ganz eigenen Bezeichnungen für die besonderen Funktionen ihrer Geräte. Sie klingen griffig und werbewirksam, doch Sie als Kunde können Sich erst einmal wenig unter den im Werbefachjargon formulierten Begriffen vorstellen. In Zeiten, in denen Umweltschutz groß geschrieben wird und außerdem ein jeder froh ist um den ein oder anderen Euro mehr in der Tasche, gibt es jedoch einen Gerätehinweis, auf den wir Sie besonders aufmerksam machen wollen.
Jeder europäische Hersteller von Elektrogroßgeräten ist verpflichtet, ein sogenanntes Energie-Label oder Energieverbrauchs-Etikett auf seiner Ware anzubringen und die Kunden so direkt über den Energieverbrauch der Geräte zu informieren. Zu den so zu kennzeichnenden Geräten gehören derzeit im Bereich der Küche: Elektrobacköfen, Geschirrspüler, Kühl- und Gefriergeräte, sowie auch Waschmaschinen und Wäschetrockner. Mit Hilfe des Energie-Labels soll das Kaufverhalten der Kunden insofern beeinflusst werden, als dass der Verkauf von besonders energiesparenden und somit umweltfreundlichen Geräten gefördert werden soll.
Als Verbraucherinformation muss das Energieverbrauchs-Etikett gut sichtbar auf dem Gerät platziert werden. Neben den Angaben zum Strom- oder Wasserverbrauch sollten je nach Geräteart auch andere Gebrauchseigenschaften, wie Nutzinhalt, Fassungsvermögen oder Waschwirkung zu erkennen sein.
Um Ihnen eine einfache Einschätzung der Energieeffizienz des jeweiligen Küchengerätes und einen direkten Vergleich zu ermöglichen, existiert eine einheitliche Skala, eine Klassifizierung in Energieeffizienzklassen von A bis G. Dabei ist G der schlechteste Wert, A im Normalfall der beste.
Im Normalfall, das heißt für nahezu alle Geräte außer Kühl- und Gefriergeräten. Denn für die wurden vor einigen Jahren die zusätzlichen Unterklassen A⁺ und A⁺⁺ eingeführt, die nun die noch effizienteren Geräte kennzeichnen. Kühlgeräte der Energieeffizienzklasse A⁺ benötigen nochmals 25% weniger Energie, die der Klasse A++ sogar nur etwa halb so viel Energie, wie Geräte der ehemals besten Effizienzklasse A.
Die Energieeffizienz von Kühl- und Gefriergeräten errechnet sich nach dem Nutzinhalt der einzelnen Fächer und Temperaturbereiche im Verhältnis zum Stromverbrauch. Wundern Sie Sich also nicht, wenn Sie ein großes Kühlgerät sehen, das im Vergleich natürlich einen höheren Stromverbrauch aufweist als ein kleineres, aber trotzdem in eine bessere Energieeffizienzklasse eingestuft wurde.
Eine sehr junge Verordnung der EU-Kommission sieht für die Zukunft eine Neuordnung der Energieverbrauchs-Etikettierung vor. Ab dem 1. Januar 2011 werden Kühl- und Gefriergeräte noch exakter nach ihrer Energieeffizienzklasse bewertet und die Klassifizierung für Verbraucher noch deutlicher. Hintergrund der neuen Regelung ist die Tatsache, dass es bereits heute kaum noch Geräte der Effizienzklassen A bis G gibt und dass diese „Energiefresser“ aus ökologischen Gründen zukünftig komplett entfallen sollen. Dann wird jedes Gerät auf der Basis einer einheitlichen Klasse A beurteilt. Geräte, die den Referenzwert der Effizienzklasse A unterschreiten werden möglichst genau bewertet, beispielweise mit der Bezeichnung "A-30%" für ein Kühl- oder Gefriergerät, welches nochmals 30% weniger Energie verbraucht als der Richtwert A vorgibt.
Auch für einen anderen Küchenhelfer ist die Etikettierung im Hinblick auf Sparsamkeit und Effizienz seit 1999 in Deutschland verpflichtend: Den Geschirrspüler. Auf diesen Energie-Labels finden Sie allerdings 3 Angaben: Hervorgehoben und am gewohnten Platz befindet sich die Kennzeichnung der Energieeffizienzklasse von A bis G. Weiter unten auf dem Label müssen außerdem Reinigungswirkung und Trockenwirkung angegeben werden, ebenfalls in einer Klassifizierung von A bis G. Diese Werte sind besonders wichtig. Denn um den Verbrauchswert eines Geschirrspülers zu ermitteln, werden grundsätzlich zwei Referenzwerte herangezogen. Den ersten Wert kann der Hersteller selbst beeinflussen, da dieser ein Spülprogramm seiner eigenen Wahl dafür verwenden kann. Wählt er beispielsweise ein Niedrigtemperaturprogramm aus, verbessert sich natürlich der Energieverbrauchswert drastisch, dafür ist aber das Geschirr nicht sauber. Aus diesem Grund gibt es noch einen zweiten, europaweit standardisierten Referenzwert, der die Reinigungsleistung in die Effizienzberechnung mit einfließen lässt und die für die Bestimmung der Energieeffizienzklasse ausschlaggebenden Ergebnisse liefert.
Neben dem Stromverbrauch wird natürlich auch der Wasserverbrauch, sowie die Kapazität der Spülmaschinen bewertet. Alle diese Daten sollten Sie als Kunde immer in Kombination genau beachten.