Outdoor-Küchen

Kochspaß im Freien

Bei Sommer und Sonne werfen viele Hobbyköche ihren Grill im Garten an. Manche gehen mittlerweile noch einen Schritt weiter und bekochen Freunde und Familie in einer Outdoor-Küche, ausgestattet mit Kochfeld, Spüle und Kühlschrank und einigem mehr. Der Trend aus den USA ist längst in Deutschland angekommen. Doch was gibt es dabei zu beachten?

Outdoor-Küche aus Aluminium. Foto: Wesco
Outdoor-Küche aus Aluminium. Foto: Wesco

Kochen ist Lifestyle – und immer seltener etwas, das sich in einem abgeschlossenen Raum abspielt. So rückt die Küche in Bereiche vor, die der Kommunikation und dem Miteinander dienen. Deshalb wird heutzutage nicht nur vermehrt in Wohnküchen gekocht, sondern auch im Garten.

Sicher, für viele reicht der Gartengrill aus, denn für die Anschaffung einer Outdoor-Küche muss man schon einiges Geld in die Hand nehmen. Wer allerdings gerne viel Zeit im Garten verbringt und es liebt, Familie und Freunde dabei kulinarisch zu verwöhnen, wer dazu während des Kochens gerne unter seinen Gästen bleibt und sich die langen Wege in die Indoor-Küche sparen will, für den ist die Outdoor-Küche die richtige Wahl.

Definition der typischen Outdoor-Küche

Eine Outdoor-Küche ist in Hinblick auf die Ausstattung eine voll funktionsfähige Küche im Freien. Allerdings sind die Materialien so gewählt, dass sie Wind und Wetter trotzen, sowohl sommerliche Hitze als auch frostige Winterkälte aushalten – und das über viele Jahre.

Klassischerweise ähnelt die Outdoor-Küche einer Küchenzeile – mit einem Grill als wesentlichem Element. Das kann ein Gasgrill, ein Holzkohle-Grill, ein Teppanyaki-Grill oder auch ein Kamado-Grill sein. Dazu leisten sich viele Outdoor-Hobby-Köche auch ein Kochfeld als Ergänzung, um ganze Menüs zu zaubern, oder auch nur, um stark riechende Gerichte wie Fisch im Außenbereich statt in der Indoor-Küche zu braten. Outdoor-Küchen verfügen darüber hinaus in der Regel über eine Spüle und einen Kühlschrank , der speziell an die Bedingungen im Outdoor-Bereich angepasst sein muss. Herkömmliche Kühlschränke aus Indoor-Küchen sind nicht für den Außenbereich geeignet. Weniger häufig, aber auch möglich ist der Einbau eine Ofens , eines Seitenbrenners, einer Abzugshaube oder einer Spülmaschine.

Rollbare Outdoor-Küche. Foto: Burnout
Rollbare Outdoor-Küche. Foto: Burnout

Grill oder Outdoor-Küche: auch eine Frage des Budgets

Outdoor-Küche in L-Form
Outdoor-Küche in L-Form. Foto: Burnout
Flexibel und beweglich: Outdoor-Küche mit Rollen
Flexibel und beweglich: Outdoor-Küche mit Rollen. Foto: Burnout
Praktisch: Outdoor-Küche mit Weinkühler
Praktisch: Outdoor-Küche mit Weinkühler. Foto: Burnout

Der Preis einer Outdoor-Küche lässt sich pauschal nur schwer bestimmen. Zu viele Faktoren spielen dabei eine Rolle. Grundsätzlich steigt der Preis mit dem Grad der Ausstattung und kann durchaus das Niveau einer Indoor-Küche erreichen oder gar übertreffen. Insofern sollte man sich gut überlegen, ob nicht ein gewöhnlicher Grill ausreicht oder ob es doch eine richtige Outdoor-Küche werden soll, zumal sich die Nutzungsdauer in der Regel auf wenige Monate im Jahr beschränkt.

Für brauchbare Outdoor-Küchen mit sehr geringer Ausstattung muss man in der Regel mindestens 2.500 Euro investieren. Solche Outdoor-Küchen bestehen aber in der Regel aus nicht viel mehr als einem Grill und ein paar Fächern zur Unterbringung von Grillutensilien, Besteck und Geschirr. Soll die Outdoor-Küche Design-Ansprüchen genügen und auch eine ganze Reihe praktischer und hochwertiger Geräte beinhalten, sind schnell auch 6.000 Euro oder mehr erreicht.

Tipp: Deutlich günstiger werden Outdoor-Küchen, wenn man selbst aktiv wird. Der Bau einer eigenen Outdoor-Küche erfordert einiges handwerkliches Geschick. Dafür spart man nicht nur Geld, sondern kann die Outdoor-Küche den eigenen Vorstellungen und Wünschen anpassen. Baumärkte bieten dazu detaillierte Anleitungen.

Schwierige Standortwahl: Die Nähe des Hauses

Bei der Wahl des Standorts einer Outdoor-Küche muss einiges beachtet werden. Idealerweise befindet sich die Outdoor-Küche dort, wo sich auch die Gäste befinden. In den meisten Fällen wird das die Terrasse sein. Nah am Haus gelegen, hat dieser Standort ein paar Vorteile. Eine Überdachung, die Schutz vor Sonne, Regen und Schnee bietet, lässt sich nahe des Hauses in der Regel leichter realisieren.

Achtung: Einfache Sonnenschirme sind bei Benutzung eines Grills wegen der Brandgefahr nicht zu empfehlen.

Ein weiterer Vorteil des hausnahen Standorts: Der Weg der Strom-, Wasser- oder Gasleitung bleibt kurz, was die Installationskosten mindert, ebenso der Weg, den man zurücklegt, um Geschirr und Teller aus dem Haus zur Outdoor-Küche zu bringen. Und nicht zuletzt sollte man auch das Umfeld der Outdoor-Küche betrachten: Fühlen sich Nachbarn durch Lärm und Rauchentwicklung gestört? Aus welcher Richtung weht der Wind? Eine wichtige Frage, gerade wenn man Gas nutzt.

Einfache Outdoor-Küche mit einem Grill als zentralem Element. Foto: Jokodomus
Einfache Outdoor-Küche mit einem Grill als zentralem Element. Foto: Jokodomus

Tipp: Übrigens sind kleinere Outdoor-Küchen auch auf geräumigen Balkonen möglich, wenn die entsprechenden Leitungen vorhanden sind. Natürlich muss der Platzbedarf hier besonders genau ermittelt werden. Immerhin soll ja Raum für die Gäste bleiben, die sich zudem selten darüber freuen, wenn sie Rauch in die Augen bekommen. Planen Sie im Zweifelsfall besser großzügig, damit alle ihre Freude am Outdoor-Cooking haben.

Welches Material muss verwendet werden?

Outdoor-Küche als Zeile. Foto: Gardelino
Outdoor-Küche als Zeile. Foto: Gardelino
Outdoor-Küche mit Weinkühler. Foto: Steel Cucine
Outdoor-Küche mit Weinkühler. Foto: Steel Cucine

365 Tage im Jahr, am Tag wie in der Nacht Wind und Wetter ausgesetzt, muss die Outdoor-Küche einiges aushalten, um auch noch nach Jahren repräsentativ und voll funktionsfähig zu sein. Das geht nur mit dem richtigen Material.

Für den Einsatz in Outdoor-Küchen empfohlen werden:

  • Edelstahl, Aluminium
  • Polymerwerkstoffe
  • Versiegelter Beton
  • Marmor
  • Teak-Holz

Edelstahl hat sich als Material für die meisten Outdoor-Küchen durchgesetzt. Allerdings ist nicht jeder Edelstahl rostfrei. Edelstahl wird in verschiedenen Legierungen angeboten und somit auch mit unterschiedlichen Eigenschaften. In der Regel gibt es bei Edelstahl aber keine tiefergehende Korrosion. Ein weiterer Vorteil von Edelstahl sind die hygienischen Eigenschaften.

Aber auch andere Werkstoffe kommen bei Outdoor-Küchen zum Einsatz. Polymerwerkstoffe findet man bei günstigen Modellen, diese sind meist – genauso wie Edelstahl – gegen Witterungseinflüsse und UV-Licht unempfindlich. Deutlich teurer sind versiegelter Beton, Marmor oder Teak-Holz. Für die Arbeitsplatte bieten sich Granit oder andere Natursteine an, genauso wie Keramik.

Achtung: Gerade Holz ist im Outdoor-Bereich oft pflegeintensiver als andere Werkstoffe.

Selten 0815: Die Vielfalt der Bauformen

Nicht nur im Material unterscheiden sich Outdoor-Küchen von den meisten Indoor-Küchen, auch in ihrer Bauweise. Statt eines üblichen Holzkorpusses wird bei einer Outdoor-Küche der Korpus nicht selten vom Maurer aus Stein gefertigt.

Andere Outdoor-Küchen sind dagegen hochflexibel einsetzbar. Dank kleiner Rollen an den Füßen lassen sich die meist metallischen Module verschieben und je nach Lust und Laune anordnen. Aber natürlich gibt es auch die fest fixierten, aus Edelstahl gefertigten Outdoor-Küchen, die mal als Zeile, mal als L-Küche oder auch als U-Küche geplant werden. Ausgestattet mit Edelstahltüren und Edelstahlschubkästen erlauben sie die Unterbringung einigen Stauguts, wie den Kochutensilien, dem Besteck und Geschirr.

Auf der Suche nach dem Besonderen: Anbieter von Outdoor-Küchen

Da bei Outdoor-Küchen andere Materialien zum Einsatz kommen als bei klassischen Indoor-Küchen, haben die bekannten, großen Küchenhersteller meist keine Outdoor-Küchen im Programm. Outdoor-Küchen sind das Metier von Nischenanbietern. So gehören Unternehmen wie Wesco, Jokodomus und Naber zu den Produzenten von Outdoor-Küchen, allesamt Unternehmen, die keine klassischen Einbauküchen bauen.

Wer nach einer Outdoor-Küche sucht, der findet diese aber genauso wie andere Küchen bei den etablierten Küchenhändlern. Insbesondere Küchenfachhändler bieten Outdoor-Küchen an. Suchen Sie nach Händlern in Ihrer Nähe und lassen Sie sich vor Ort beraten. Günstige Outdoor-Küchen oder Ausstellungsgeräte finden sich im Musterküchen-Portal von KüchenAtlas.

Outdoor-Küche auf dem Dach. Foto: Steel
Outdoor-Küche auf dem Dach. Foto: Steel

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