Marmorarbeitsplatten

Arbeitsplatten aus Naturstein

Wer an den edlen Stein Marmor denkt, hat meist den makellosen weißen Naturstein aus dem italienischen Carrara im Sinn. Denn dieser ist einer der weltweit bekanntesten Marmorgesteine. Egal ob Treppenaufgänge oder kunstvolle Bauwerke oder eben in Form von Marmorarbeitsplatten für die Küche: Marmor kommt dort zum Einsatz, wo Eleganz und Stil gefragt sind.

Marmor: Entstehung und Aussehen des edlen Natursteins

Heller Marmor für die Küche: Marmor-Arbeitsplatten
Weißer Marmor wird gerne für die exklusive Innenraumgestaltung genutzt. In der Küche kann er beispielsweise als Arbeitsplatte eingesetzt werden. Weiße Marmorarbeitsplatten strahlen Hochwertigkeit aus, sind allerdings auch recht empfindlich. Deutlich zu sehen ist hier die sogenannte Marmorierung - ein typisches Kennzeichen des Marmors - in Form grauer Äderungen.

Marmor hat seine Ursprünge tief im Erdinneren. Es handelt sich um ein sogenanntes „Karbonatgestein“, das sich größtenteils aus folgenden Mineralien zusammensetzt: Calcit, Aragonit und Dolomit. Marmor ist mit Kalkstein verwandt und diesem sehr ähnlich. Starke Druckeinwirkungen und hohe Temperaturen führten im Erdinneren zur Umwandlung bzw. Metamorphose von Kalkstein und ließen Marmor entstehen.

In Deutschland ist das leicht zu bearbeitende und zu formende Gestein eher selten anzutreffen. Doch auch hierzulande wird der edle Naturstein abgebaut. Aus dem oberfränkischen Wunsiedel in Bayern entstammt der sogenannte „Wunsiedler Marmor“, der im Aussehen dem berühmten Marmor aus Carrara ähnelt. Das Tiefengestein wird in den verschiedensten Farben gewonnen. Farblich sind zahlreiche Varianten möglich. Von gelb, grün, bis hin zu weißem Marmor bietet die Natur allerlei Farbvariationen.

Marmor-Arbeitsplatten weisen mehr oder weniger stark ausgeprägte Maserungen auf, die ähnlich aussehen wie Adern. Diese sogenannte „Marmorierung“ ist typisch für diesen Naturstein. Küchenarbeitsplatten aus Marmor sind vor allem in Landhausküchen zu finden. Die charakteristische Marmorierung des Gesteins harmoniert besonders gut mit den Verzierungen dieser rustikalen Küchen.

Weitere Beispiele für Marmor-Dekore:

Natursteinarbeitsplatten: Alles über Marmor-Arbeitsplatten
Marmor „Nero Marquina“
Marmor Rosso Verona patiniert: edler Naturstein zur Gestaltung von Arbeitsplatten
Marmor „Rosso Verona“
Edle Marmorarbeitsplatten: Naturstein Rosso Perlino patiniert
Marmor „Rosso Perlino“

Marmorarbeitsplatten in der Küche: Vorteile und Nachteile

Marmor ist ein klassisch schöner Naturstein. Dennoch sind Marmorarbeitsplatten nicht sehr verbreitet. Ein Grund hierfür sind die hohen Anschaffungskosten des edlen Materials. Küchenarbeitsplatten aus Marmor sind im gehobenen Preissegment angesiedelt. Bei dem eleganten Werkstoff handelt es sich zudem jedoch um ein empfindliches Naturprodukt.

Marmorarbeitsplatten bieten ideale Voraussetzungen für die Zubereitung von Lebensmitteln, da sie lebensmittelecht und geruchsneutral sind. Allerdings sind Marmoroberflächen besonders kratz- und fleckenempfindlich und müssen daher mit Schutzlack behandelt werden. Der poröse Naturstein ist weitaus weniger widerstandsfähig als beispielsweise Granit. Um Flecken vorzubeugen, sollten Wasser, Fruchtsäurespritzer oder andere Flüssigkeiten sofort entfernt werden. Auf den weichen Marmorplatten kommt es im Laufe der Jahre trotzdem unweigerlich zu Kratz- und Schleifspuren, die bei der täglichen Küchenarbeit entstehen. Die Arbeitsplatte verändert mit der Zeit ihr Aussehen. Sie „altert“ sozusagen und erhält allmählich eine typische „Marmorpatina“. Wer trotz möglicher Flecken nicht auf den Einsatz von Marmor verzichten möchte, der kann auch nur einen Teil der Arbeitsfläche in Marmor gestalten lassen. Der vielseitige Stein lässt sich nämlich wunderbar mit anderen Materialien wie Holz kombinieren.

Übersicht: Pro & Contra Marmorarbeitsplatte

Vorteile

  • Lebensmittelecht und geruchsneutral
  • Klassisch schöner Naturstein mit hochwertiger Optik und attraktiver Marmorierung
  • Zahlreiche Farbvariationen verfügbar

Nachteile

  • Weicher und kratzempfindlicher Naturstein
  • Empfindliche besonders fleckenanfällige Steinoberfläche, die unbedingt regelmäßig imprägniert werden sollte
  • Hohe Anschaffungskosten

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