Nobilia (nobilia-Werke J. Stickling GmbH & Co.KG)

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Waldstraße 53-57 - 33415 Verl (Deutschland)

Nobilia: Der Riese unter den Herstellern

Groß, größer, am größten - Nobilia ist ein Schwergewicht in der Küchenbranche. Beinahe jede dritte, in Deutschland verkaufte Küche stammt von diesem Küchenhersteller aus dem ostwestfälischen Verl. Dazu wächst das Unternehmen mit der Zuverlässigkeit eines Uhrwerks. Irgendetwas macht Nobilia offenbar richtig.

Nobilia Küchen: Dunkles Grafit, feine Aluminium-Rahmen und edles Glas. Foto: NobiliaMan findet sie überall, in Einrichtungshäusern, Mitnahme-Märkten und bei Küchenspezialisten. Nobilia Küchen sind allgegenwärtig. Ja, selbst auf der Autobahn wird jeder, der einen Blick dafür hat, schon mal einen der weißen Nobilia-LKW mit rotem Schriftzug gesehen haben, von denen rund 700 deutschlandweit unterwegs sind.

Dass Nobilia insgesamt so stark ist, hat verschiedene Ursachen. Ein Grund: Der Verler Küchenbauer bietet ein branchenweit ziemlich wettbewerbsfähiges Preis-Leistungs-Verhältnis. Selbst mit kleinerem Geldbeutel erhält man als Kunde tolle Features.

Sortiment und Preis: Viel Küche zum fairen Preis

Das Sortiment und die Preise der Nobilia-Küchen sind klar auf die Nachfrage im Küchenmarkt zugeschnitten. Heißt: Gerade in dem Preissegment, in dem die meisten Küchen verkauft werden, ist Nobilia auch marktanteilsseitig am stärksten. Laut den Zahlen der GfK lag der durchschnittliche Auftragswert für Küchen in Deutschland 2018 bei 7.125 Euro - mit leicht steigender Tendenz. Der Durchschnittspreis einer Nobilia-Küche lag 2018 bei 7.559 Euro. Schon allein damit wird klar, wie eng sich Nobilia am Markt ausrichtet.

Gerade wenn man eine Küche im Preis zwischen 6.000 und 8.000 Euro haben möchte, kommt man an Nobilia kaum vorbei. Hier, in der Mitte des Marktes, haben die Ostwestfalen einen Marktanteil von über 50 Prozent. Nur im Bereich von über 14.000 Euro oder mehr für eine Küche schwindet langsam die Marktbedeutung dieses Riesen. Mit der Planungstiefe und Flexibiliät kleinerer Hochwerthersteller kann Nobilia dann doch nicht immer mithalten.

Fronten und Farben: Das volle Spektrum

Nobilia Küchen: Laserkante schon für günstig. Foto: NobiliaDennoch umfasst das Sortiment nicht wenige Fronten und Schranktypen. Die Fronten unterteilt Nobilia in neun Preisgruppen. Schon in Preisgruppe 2 bietet Nobilia beispielsweise Fronten mit laserverschweißter Kante an. Insgesamt wird das Nobilia-Frontenspektrum von hellen, dezenten Farbtönen dominiert. Wohl auch, weil die meisten Kunden in Deutschland eben weiße oder zumindest helle Fronten bevorzugen. Aber natürlich finden auch immer mehr dunklere Töne, im Zuge des aktuellen Schwarztrends, Eingang ins Portfolio. Schwarzbeton im Programm Speed in der Preisgruppe 1 ist dafür ein Beispiel, ebenso wie Eiche Nero Nachbildung im Programm Structura in der Preisgruppe 3.

Griffe: Kunstvolles für die Hand

Eckig oder rund, kantig oder gebogen, massiv oder filigran, matt oder glänzend. Die volle Form-, Farben- und Oberflächenvielfalt spielt Nobilia auch bei den Griffen aus. Manche liegen dank sanfter Rundungen gut in der Hand und überzeugen haptisch. Andere bilden ein optisches Statement, zeigen Präsenz, und geben gerade so der Küche ihren charakteristischen Look. Und auch wer grifflose Küchen bevorzugt, kommt bei Nobilia auf seine Kosten. Grifflose Küchen tragen bei Nobilia die Bezeichnung Line-N. Küchen dieser Linie wirken aufgeräumt, schlicht, elegant und geradlinig.

Arbeitsplatten: Extrastark, extrarobust

Der Bereich, der während der Küchenarbeit am meisten beansprucht wird, ist wohl die Arbeitsplatte. Daraus folgen zwei Dinge: Erstens muss eine Küchenarbeitsplatte robust sein, hygienisch und wasserabweisend. Zweites muss sie, weil sie immer im Zentrum der Aufmerksamkeit steht, gut aussehen. Beides verbindet Nobilia. Haltbarkeit und Schönheit kommen hier zusammen, egal mit welcher Farbe und Textur.

Nobilia Küchen: Xtra-Arbeitsplatte. Foto: NobiliaNobilia bietet seine Arbeitsplatten in verschiedenen Ausführungen an. Beispielsweise in 38 mm Dicke mit sogenannter N-Kante. Das heißt: Die zwei Vorderkanten sind dabei leicht abgerundet. Möglich ist bei Nobilia auch eine Dekorkante mit eckiger Ausführung oder Arbeitsplatten mit nur 16 mm Dicke. Gerade dünne Arbeitsplatten wirken besonders edel und sind vergleichbar stabil wie die 40-mm-Varianten.

Das Farbspektrum umfasst helle wie dunkle Holztöne und eine große Auswahl an grauen, dunkleren Dekoren. Optiken in Beton, Schiefer, Marmor bringen starke Kontraste in helle Küchen.

Wer das Besondere mag, dem wird vielleicht auch die Xtra-Arbeitsplatte von Nobilia gefallen. Sie zeigt eine stark ausgeprägte 3D-Oberflächenstruktur, und erinnert - obwohl aus Schichtstoff gemacht - an Naturstein- und Massivholz-Arbeitsplatten. Mit ihnen ist ein flächenbündiger Einbau von Spülen und Kochfeldern möglich, ohne störende Kanten. Das sieht nicht nur gut aus, sondern ist auch praktisch, weil damit die Reinigung vereinfacht wird.

Zubehör: Der kleine Mehrwert mit dem großen Effekt

Nobilia Küchen: Schicke Nischenverkleidung. Foto: NobiliaDas passende Zubehör wertet eine Küche genauso auf - wie das richtige Gewürz ein Gericht. Mit diesen scheinbaren Nebensächlichkeiten wird aus einer gewöhnlichen Küche eine besondere Küche. Und Nobilia bietet dafür einiges an. Angefangen bei den Nischenverkleidungen, für die es verschiedene Motive gibt, trendige wie praktische. Wählbar sind die Nischenwandverkleidungen von Nobilia in den Korpusfarben, mit Hochglanz-Optik oder in Edelstahl-Optik oder auch innerhalb des Nobilia-typischen Color-Concepts. Das Color-Concept von Nobilia lässt eine Reihe fröhlicher, frecher und frischer Farben zu - wie Nachtblau, Farngrün oder Aquapetrol.

Ebenso interessant sind die Stauraumlösungen, die Nobilia bietet. Großraumauszüge, um dort beispielsweise Getränkekisten zu verstauen, Vollauszüge mit Metallkörben, Apothekerschränke, ausklappbare Elektro-Allesschneider, die sich im Schubkasten verstecken lassen. Jeder Zentimeter kann effektiv genutzt werden. Dann die Innenorganisation der Schubkästen - auch da haben die Verler Küchenbauer einiges Interessante im Portfolio.

Und natürlich beim Thema Licht. LED-Lichtböden am Wandschrank-Unterboden erzeugen eine angenehme Atmosphäre, ebenso wie LED-Lichtleisten oder eine LED-Regalbodenbeleuchtung. Mit Licht lässt sich in vielen Varianten spielen, auch Glaskantenbeleuchtung bei Glaseinlegeböden oder Schrankinnenleuchten sind möglich.

Küchenstile: Variationsreichtum für die Mitte des Marktes

Nobilia Küchen: Landhaus in modern. Foto: NobiliaWelche Küche passt zu mir? Jeder, der sich diese Frage stellt, kann sich leicht auch an den jeweiligen Küchenstilen von Nobilia orientieren. Die Verler Küchenbauer unterscheiden dabei zwischen: Moderne Küche, Designküchen, Natural Living, Modern Classic, Landhausküche und Line-N.

Der Küchenstil Moderne Küchen steht für kontrastreiches Design, für Materialien wie Holz, Glas, Lack und die Kombination unterschiedlichster Materialien. Die Designküche stellt die klare Linie in den Vordergrund. Glatte, schnörkellose Oberflächen und edle Materialien gehen eine Liaison ein. Natural Living legt den Schwerpunkt auf Holzdekore und warme Nuancen. Hier geht's um Authentizität und Wohnlichkeit. Aber auch der gekonnte Mix mit Unidekoren kann in diesem Kontext reizvoll sein.

Modern Classic ist ein Statement in Sachen Schlichtheit und Eleganz. Klare Formen, praktische Funktionen - das ist das Thema. Genauso wie die Langlebigkeit der Küche. Zeitlos gültig soll sie ein Begleiter für viele Jahre sein.

Der Küchenstil Landhausküchen gewinnt bei Nobilia einen Dreh ins Moderne. Weiche Linien, natürliche Dekore, frische Pastelltöne werden kombiniert mit einem zeitgemäßen Look. Hinzu kommen traditionelle Karomuster und florale Elemente.

Line-N verwirklicht die Idee einer glatten, schlichten, geradlinigen, aufgeräumten Küche. Allein dadurch, dass sie ohne Griffe auskommt. Tonangebend sind die integrierten Griffmulden, als horizontales Stilelement.

Auszeichnungen, Gütesiegel und Zertifikate

  • Zertifiziertes Energiemanagement nach ISO 50001
  • Zertifiziertes Qualitätsmanagement nach ISO 9001
  • Zertifiziertes Umweltmanagement nach ISO 14001
  • GS-Gütesiegel für geprüfte Sicherheit
  • „Goldenes M“ der DGM, Deutsche Gütegemeinschaft Möbel
  • PEFC-Siegel für die Verwendung von Holzwerkstoffen aus nachhaltiger Waldwirtschaft
  • Umweltzeichen "Der Blaue Engel"
  • Emissionsklasse DGM

Immer mehr, immer größer: die Nobilia-Historie

Nobilia Küchen: Neue Werke. Foto: NobiliaMit dem Ende des zweiten Weltkriegs nimmt die Geschichte von Nobilia ihren Anfang. 1945 gründeten der Tischlermeister Johann Stickling und sein Bruder, der Kaufmann Willy Stickling, eine Schreinerei. Die befand sich zunächst in Avenwedde, rund sieben Kilometer nördlich vom heutigen Standort Verl. Und um Küchen ging’s zunächst gar nicht. Nähschränke und Kleinmöbel produzierten die Brüder gemeinsam mit zunächst sieben Mitarbeitern. Schon zwei Jahre später stand die Herstellung von Küchenbuffets im Vordergrund.

1956 kam’s zur Trennung. Die Brüder gingen fortan getrennte Wege. Willy Stickling konzentrierte sich in einem errichteten Zweitwerk auf Wohnmöbel unter der Marke Wista. Die Ursprungsfirma wurde weitergeführt von Johann Stickling, dessen älterer Sohn Heinz Stickling 1961 ins Unternehmen eintrat. 1967 folgte der jüngere Sohn, Werner Stickling, und die klare Fokussierung auf Einbauküchen.

In den folgenden Jahren wuchs Nobilia stetig. 1994 hatte der Küchenproduzent bereits 1.300 Mitarbeiter. Der Jahresumsatz lag damals bei 680 Mio. Euro, erwirtschaftet auf einer Produktionsfläche von 85.000 qm, auf der täglich rund 1.000 Küchen hergestellt wurden.

Dr. Günter Scheipermeier übernahm 1999 den Vorsitz der Geschäftsführung und ebnete in den folgenden gut zwei Jahrzehnten den Weg von Nobilia zum Branchenprimus. 2015 übernahm Scheipermeier den Vorsitz im Beirat, Ende 2017 schied er vollständig aus dem Unternehmen aus. Die Rolle des Sprechers der Geschäftsführer hat seither Dr. Lars Bopf inne.

Fakten zu Nobilia

Gründung: 1945

Gründer: Brüder Johann und Willy Stickling

Firmierung: nobilia-Werke J. Stickling GmbH & Co. KG.

Geschäftsführer: Dr. Lars M. Bopf (Vors.), Michael Klein, Frank Kramer, Dr. Oliver Streit

Umsatz (2019): 1,288 Mrd. Euro (4,9 Prozent gegenüber Vorjahr)

Mitarbeiter (2019): ca. 3.738

Standorte (2019): Zwei Werke betreibt Nobilia, eines in Verl-Sürenheide (Werk I) und eines in Verl-Kaunitz (Werk II). Werk III entsteht derzeit am Gütersloher Hüttenbrink und Werk V in Saarlouis

Produktionsfläche (2019): Verl-Sürenheide (110.000 qm), Verl-Kaunitz (140.000 qm), Gesamtfläche (250.000 qm)

Produktionsmenge (2019): 753.000 Küchen pro Jahr, 3.400 Küchen am Tag, 1,70 Mio. Arbeitsplatten im Jahr, 34.200 Schränke am Tag

Transport und Logistik (2019): 220 LKW und 800 Auflieger, 380 qualifiziert geschulte Fahrer

Exportquote (2019): 49,8 Prozent

Vertriebskanäle in Deutschland: Einrichtungshäuser (43 Prozent), Küchenspezialisten (42 Prozent), SB/Discount (9 Prozent), sonstiges (6 Prozent)

Qualität im Detail

Wenn Nobilia viel Leistung zu einem fairen Preis bietet, wie sieht's dann mit der Qualität aus, fragt sich vielleicht so mancher. Aber Nobilia kann auch hier punkten. Beispiele? Seit 2012 verbaut Nobilia serienmäßig das Schubkastensystem Profi+ in seine Küchen. Das ist ein System des renommierten Zulieferers und Beschlägeherstellers Hettich, das für besonderen Laufkomfort und eine hohe Stablität steht.

Serienmäßig sind Nobilia-Küchen auch mit dem sogenannten Sensys-Scharnier ausgestattet. Türen mit diesem Scharnier lassen sich mit einer leichten Bewegung aus dem Handgelenk schließen. Das geschieht gleichmäßig und dank integrierter Dämpfung auch geräuschlos.

Eine besondere Kantenästhetik setzt Nobilia mit dem Programm Laser um. Dank laserverschweißter Kante erreicht Nobilia dort eine optische Nullfuge zwischen Kante und Front-Trägermaterial. Dadurch entsteht eine makellose Optik wie aus einem Guss.

Fazit: Mehrheitsfähiges Küchendesign

Was viele wählen, kann nicht ganz verkehrt sein. Nobilia hat mit Abstand den größten Marktanteil, wenn es um den Verkauf von Küchen in Deutschland geht. Was aber auch heißt: Wer etwas sucht, mit dem er aus der Masse heraussticht, wer eine höchst individuelle Planung anpeilt, sollte auch noch andere, kleinere Hersteller im Visier behalten. Dennoch: Nobilia ist in der Mitte des Marktes nicht ohne Grund die Nummer eins. Gerade in Sachen Liefertreue und Abwicklung kann Nobilia dank einer ausgeklügelten Logistik gegenüber Wettbewerbern punkten. Und selbst bei verhältnismäßig günstigen Küchen erhält man bei Nobilia Features, die bei anderen Herstellern erst im höherpreisigen Bereich möglich sind.

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