Typfrage: Autarke Geräte oder Kühl-Gefrier-Kombination?

Der Markt versorgt uns mit unterschiedlichen Geräte-Typen für die Arbeitsbereiche „Kühlen & Gefrieren“ in der Küche. Erfahrungsgemäß werden die Wenigsten komplett auf eine Gefriermöglichkeit verzichten wollen. Auch wenn man kein Freund von Fertigwaren und Tiefkühlkost ist, möchte man vielleicht hin und wieder Selbstgekochtes auf Vorrat einfrieren, eine Torte, Eis am Stiel oder Sonstiges. 

Kühl-Gefrier-Kombination

Kühl-Gefrier-Kombinationen gibt es in unterschiedlichen Ausführungen. Allen gemeinsam ist aber das praktische Feature, dass Kühlteil und Gefrierteil über zwei völlig unabhängige Kältekreisläufe verfügen und beide Zonen so auch frei geregelt werden können. Dies zahlt sich beispielsweise bei längerer Abwesenheit aus: der Kühlschrank kann geleert und ganz abgeschaltet werden, während die Gefrierfächer weiterlaufen.

Unterscheidungsmerkmal ist die Anordnung der beiden Zonen. Es gibt Geräte mit nebeneinander gelagerten Abteilungen, dies ist meistens bei den Side-by-Side Geräten der Fall, wie der Name schon sagt. Bei anderen Standgeräten und bei Einbau-Kühl-Gefrier-Kombinationen sind die Kompartements übereinander gebaut.

Beim Top-Freezer befindet sich die Gefrierzone oben.
Beim Top-Freezer befindet sich die Gefrierzone oberhalb des Kühlbereichs.
Beim Top-Freezer befindet sich die Gefrierzone unterhalb des Kühlbereichs.
Beim Bottom-Freezer befindet sich die Gefrierzone unten. Fotos: Siemens

Es gibt Kombis mit Gefrierfach unten (Bottom-Freezer) oder oben (Top-Freezer). Auch die Platzverteilung im Gerät variiert, hier ist es entscheidend, wie viel Volumen Sie ganz persönlich für Ihren Haushalt in den Gefrierschubladen kalkulieren möchten und wie viel Platz zum Kühlen.

Gefrierschrank

Ein autarker Gefrierschrank muss nicht unbedingt im Keller aufgestellt werden – auch Einbaulösungen sind zu haben, die auf attraktive Art und Weise in der Küchenplanung integriert werden können.

Befürworter von getrennten Kühl- und Gefriergeräten berufen sich auf einen unverkennbaren Vorteil: sollte eine der Einheiten früher oder später einen Defekt haben, muss nicht die zweite mit ausgetauscht werden.

Kühlschrank mit Gefrierfach

Der Kühlschrank mit Gefrierfach ist oft die ideale Lösung für kleine Küchen, Singleküchen oder Teeküchen und verfügt in den meisten Fällen über eine relativ schmale Gefriermöglichkeit im oberen Teil des Gerätes mit kleinem Volumen. Diese ist mit dem Kühlbereich zusammen an einen gemeinsamen Kältekreislauf angeschlossen.

Das integrierte Gefrierfach ist durch 1 bis 4 Sterne gekennzeichnet. Je mehr Sterne auf der Kennzeichnung zu sehen sind, desto niedriger sind die Temperaturen, die das Gerät erreichen kann und desto länger können Lebensmittel darin gefrostet werden. Um auf die nötige Gefriertemperatur zu kommen und gleichzeitig im Kühlschrank die gewünschte Temperatur zu halten, müssen diese gekoppelten Geräte allerdings nachweislich bis zu 40% mehr Energie aufwenden und verbrauchen demnach wesentlich mehr Strom, als Kühl-Gefrier-Kombinationen, bei denen beide Bereiche getrennt voneinander funktionieren.

Gefriertruhe

Die Gefriertruhe ist auch in Zeiten der Kombigeräte noch längst nicht wegzudenken. Sie ist leistungsstark, bietet Platz für viel Gefriergut und ist tendenziell sehr dicht isoliert, sodass sie auch in puncto Energieeffizienz sehr gut abschneidet. Sie bleibt ein beliebtes Haushaltsgerät insbesondere für Großfamilien, Jäger, Menschen, die gerne und viel Vorkochen und bis zum benötigten Zeitpunkt einfrieren, oder aber auch Menschen mit Nutzgarten, die ihre saisonale Ernte einfrieren möchten.

Wenn der Platz vorhanden ist entscheiden sich immer noch viele Menschen für eine Tiefkühltruhe.
Eine separate Gefriertruhe steht häufig in Keller oder Hauswirtschaftsraum und bietet sehr viel Platz für Vorräte oder Tiefkühlkost. Foto: AEG

Gefriertruhen sind zwischen 84 und 94 cm hoch, dafür aber zwischen 55 und 155 cm breit. Man sagt Gefriertruhen wachsen bei steigendem Platzbedarf in die Breite – anders als Gefrierschränke, die in ihrem Fußabdruck gleich bleiben und in die Höhe wachsen.

Die Energieeffizienz ist bei der Tiefkühltrühe im Allgemeinen sehr gut, da die Bauart mit Deckel oben sich das physikalische Gesetz zu Nutze macht, dass kalte Luft immer nach unten sinkt. Beim Öffnen des Gerätedeckels kann also naturgemäß kaum Kälte entweichen. Auch die Isolierung ist bei Gefriertruhen dichter und sparsamer, als bei Gefrierschränken. Trotzdem gilt: wirklich Stromsparen kann man mit einer großen Gefriertruhe nur, wenn man den Nutzungsinhalt voll ausnutzt. Leerräume sind ineffizient! Ein sparsamer, kleinerer Gefrierschrank ist effizienter, als eine halbvolle Gefriertruhe.

Meist steht und fällt die Entscheidung für oder gegen eine Gefriertruhe auch mit der Überlegung, ob ein geeigneter Platz für dieses Gerät vorhanden ist. Einen geeigneten Kellerraum gibt es eher in Einfamilienhäusern. In der Küche ist eine Gefriertruhe allein aus optischen Gründen selten zu sehen. Auf Grund der Inneneinteilung mit Fächern und Auszügen in einem Gefrierschrank oder einer Kühl-Gefrier-Kombination kann wesentlich einfacher Ordnung gehalten werden. Währenddessen gibt es in einer Gefriertruhe keinerlei Elemente der Inneneinrichtung, was Disziplin und Planmäßigkeit beim Einräumen erfordert.

Das Große Extra: Kühlen & Gefrieren

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