Verbrauch und Energieeffizienz von Geschirrspülern

Rasante Entwicklung kennzeichnet den Bereich Energieeffizienz im Hausgerätesektor. Mit diesen Informationen gehen Sie gut gewappnet auf die Suche nach einem modernen und sparsamen Geschirrspüler.

Das Energieeffizienz-Label von Geschirrspülern

Verbrauchskennzeichnung und Energieplakette sind auch für Geschirrspüler innerhalb der EU verpflichtend.
So sieht das Etikett zur Verbrauchskennzeichnung bei Geschirrspülern in der EU aus. Quelle: Europäische Kommission (Energy Labelling of Products)

Auf dem europaweiten Energielabel, das seit 1996 verbindlich für Haushaltselektronik ist, werden Endkunden über die Eigenschaften eines Geräts in puncto Verbrauch informiert. Die Skala, auf der die Energieeffizienz der Spülmaschinen angegeben werden muss, reich bis hinauf zu A+++ (effizienteste Stufe). Seit Ende des Jahres 2013 müssen Geschirrspüler mit 60 cm Breite mindestens mit A+ gelabelt sein; darunter dürfen sie in Europa nicht mehr verkauft werden. Für Singlegeschirrspüler gilt die Effizienzklasse A als Grenze.

Bei Geschirrspülmaschinen ergibt sich die Energieeffizienzklasse aus dem Energieverbrauch im Betrieb eines bestimmten, vom Hersteller ausgewählten Standard-Programms. Getestet wird die Maschine in maximal beladenem Zustand mit normal verschmutztem Geschirr.
Zusätzlich sind auf dem informativen Label bei Geschirrspülern auch der Stromverbrauch in kWh pro Jahr, sowie der Wasserverbrauch in Litern pro Jahr angegeben. Hier wird in den Testläufen von 280 Spülgängen jährlich ausgegangen.

Eine weitere wichtige Klassifizierung, die bei Geschirrspülern zum Tragen kommt, ist die Trocknungswirkung oder Trockenwirkung. Auf einer Skala von A (beste Trockenwirkung) bis G (schlechteste Trockenwirkung) wird hier an gegeben, wie trocken das gespülte Geschirr nach Ablauf der Spüllaufzeit ist.

Eine letzte auf der Energieplakette befindliche Einteilung informiert die Verbraucher über die Geräuschemission bzw. die Schalleistung des Geräts. Diese wird in Dezibel mittels einer Aufnahmequelle direkt am Gerät gemessen, um die Größe tatsächlich vergleichbar zu machen.

Wasserverbrauch

Viele Geschirrspüler innerhalb des neuesten Energiestandards mit einem Fassungsvermögen von 12 bis 14 Maßgedecken verbrauchen bei einem Spülgang gerade mal 10 Liter Wasser oder weniger – der Verbrauch lässt sich auf bis zu 7 Liter senken, je nach Programmeinstellung.

Trotzdem ist es gerade beim Wasserverbrauch wichtig, genauer hinzuschauen: Hier unterscheiden sich die Modelle verschiedener Hersteller manchmal drastisch. Neben der Angabe auf dem Energielabel, welche auf einer Annahme von 280 Spülgängen pro Jahr beruht, lohnt sich auch der Blick in die spezifischen Broschüren einzelner Fabrikanten. Dort ist nämlich oft eine Aussage über den Wasserverbrauch beim einzelnen Spülgang im Normalprogramm zu finden.

Da der Wasserverbrauch in die Energieeffizienzklasse des Geschirrspülers einkalkuliert wird, kann man aber davon ausgehen, mit einem hoch eingestuften Gerät die besten Karten in puncto Sparsamkeit zu haben.

Stromverbrauch

Auch beim Stromverbrauch von Geschirrspülern gilt: eine Spülmaschine mit einem A auf der Energieskala ist heute nur noch als viertklassig einzustufen. Den Standard setzt die Klasse A+++.

Neben dem Umweltaspekt sind natürlich die Kosten für den Strom beim maschinellen Spülen auch ein Grund, auf eine gute Effizienz zu achten. Hauptsächlich wird die Energie für zwei Abläufe aufgewendet: für das Erwärmen des Wassers und für die Trocknung am Ende des Spülprogramms. Daher sind die sparsamsten Geschirrspüler natürlich die, welche bei möglichst niedrigen Temperaturen saubere Spülergebnisse erzielen und die eine gute Trockenwirkung vorweisen können.
Beim Kauf sollten Sie sowohl auf positive Verbrauchswerte auf der Energieplakette Wert legen, als auch auf das Vorhandensein von Spar- und Niedrigtemperatur-Programmen. Eine sinnvolle Ergänzung kann die Zeolith Technologie sein!

Konkrete Angaben in den Unterlagen zum Gerät können über das Effizienzlabel hinaus Aufschluss geben. Ähnlich wie beim Wasserverbrauch können sich Spülmaschinen mit derselben Effizienzklasse nämlich auch in Sachen Stromverbrauch deutlich unterscheiden. Diese Informationen besagen dann im Idealfall, dass der tatsächliche Stromverbrauch bei unter 1,05 KWH pro Spülgang liegt.

Betriebskosten und Sparpotenzial

Auch für Geschirrspüler gilt die beste Energieeffizienzklasse A+++
Bild: Siemens

Zu den Betriebskosten eines Geschirrspülers werden Kosten für Strom und Wasser (plus Reiniger, Tabs und Klarspüler) gerechnet.

Ein modernes Gerät der Energieeffizienzklasse A+++ kostet Sie im Durchschnitt nur 70 € jährlich für Wasser und Strom!

Schnell kann sich ein hochwertiges, nachhaltiges Gerät mit etwas höherem Anschaffungspreis als günstiger Geschirrspüler und damit als echter Gewinn entpuppen!

Marken-Geschirrspüler zum Schnäppchenpreis ganz in Ihrer Nähe finden Sie in unserer Abverkaufsbörse!

Wollen Sie noch mehr aus Ihrer Spülmaschine herausholen und aktiv Energiesparen? Dann…

  • ...spülen Sie möglichst nur bei voller Beladung
  • ...entscheiden Sie sich bei der Programmwahl so oft es geht für Eco- und Sparprogramme
  • ...weichen Sie stark verschmutzte oder verkrustete Töpfe und Pfannen vor dem Spülgang ein
  • ...vermeiden Sie den berüchtigten Standby-Betrieb
  • ...nutzen Sie wenn möglich einen Warmwasseranschluss oder „grüne Energie“ aus einer Solaranlage oder Fernwärme
  • ...reinigen Sie regelmäßig das Restesieb im Gerät - Verstopfungen führen hier zu Problemen beim Abpumpen

Geräuschemission

In Zeiten der offenen Küchen und Wohnküchen ist die Betriebslautstärke der Geschirrspülmaschine ein wichtiges Thema.Während bei den Tests für das Energielabel die Schallleistung gemessen wird, die durch das Gerät nach außen dringt, wird die individuell wahrgenommene Geräuschkulisse bei einem Geschirrspüler von allen möglichen Faktoren beeinflusst: dem Untergrund, auf dem das Gerät steht, dem Spülgut, mit dem es beladen ist und natürlich in welcher Entfernung zum Wohnbereich es aufgestellt ist.

Manche Hersteller bieten ein Nachtprogramm an, manchmal auch SuperSilence genannt. Hier wird durch Reduzierung des Wasserdrucks beim Spülen die Lautstärke auf bis zu 39 Dezibel herabgesenkt; Besonders ratsam in kleineren Wohnungen mit einem Grundriss, bei dem die Räume nah beisammen liegen und wenn Sie trotzdem den günstigen Nachtstromtarif nutzen möchten.

Ein Tipp zum Schluss: der häufigste Grund für störende Geräusche beim Geschirrspülen sind Fehler beim Beladen. Wenn Teile von sperrigen Utensilien den rotierenden Sprüharmen in die Quere kommen, irgendwo etwas blockiert oder im Sekundentakt gegeneinander stößt, entsteht eine nervenaufreibende Geräuschkulisse. Platzieren Sie Schöpflöffel, Kellen, Pfannenwender und Co. besser liegend im Oberkorb statt vertikal im unteren Besteckkorb!

Online-Küchenplanung

Der KüchenAtlas Online-Küchenplaner

Küche planen im Online-Küchenplaner mit 3D-Ansicht