Der Geschirrspüler in der Küchenplanung – Wissenswertes und Planungstipps

Eine individuelle, attraktive und zugleich ergonomische Küchenplanung ist nicht immer einfach und kann mitunter die Kosten für die Traumküche in die Höhe treiben. Vieles muss bedacht werden, um in Zusammenarbeit mit Ihrem Küchenfachberater Ihre Traumplanung wahr zu machen. In die Entscheidung sollten auch Überlegungen zu Ergonomie und Workflow einfließen. Mit dem folgenden Vorwissen können Sie den Küchenprofi unterstützen!

Die Arbeitszone „Spülen“

Ergonomie und Laufwege spielen bei der Küchenplanung und der Planung des Geschirrspülers eine große Rolle.
Der Geschirrspüler als Arbeitszone; Beispiel 1
Ein hochgebauter Einbaugeschirrspüler entlastet den Rücken und ist besonders ergonomisch.
Der ideale hochgebaute Geschirrspüler; Beispiel 2
Bei einer Küchenplanug mit Insel kann der Geschirrspüler als Teil der Kücheninsel integriert werden und fällt auf diese Weise gar nicht auf.
Der Geschirrspüler in der Kücheninsel; Beispiel 3

Wussten Sie schon…

  • …dass Sie bei der Küchenarbeit Abläufe und Bewegungen wiederholen? Deshalb ist es so wichtig, dass sich der Aufbau Ihrer Küche an Ihren Gewohnheiten orientiert. Diese kennt Ihr Küchenplaner nicht; am besten beim Planungsgespräch schon Gedanken dazu parat haben.
  • ...dass die Küche in 5 Arbeitszonen eingeteilt werden kann? „Bevorraten“, „Aufbewahren“, „Vorbereiten“, „Spülen“ und „Kochen/Backen“. Weil es schließlich dazu gehört gehen wir noch von Zone Nr. 6 „Essen“ aus. Wie sieht der „Kreislauf des Geschirrs“ in der Küche aus? normalerweise kommt es aus dem Schrank (Zone „Aufbewahren“) auf den Tisch (Zone „Essen“) und wird danach entweder rund um die Küchenspüle abgestellt, oder direkt in den Geschirrspüler eingeräumt (Zone „Spülen“). Das saubere Geschirr wandert nach dem Spülgang wieder zurück in den Schrank. Die Wege zwischen diesen drei Zonen also bereits in der Planungsphase möglichst kurz zu gestalten und darauf zu achten, dass es zwischen ihnen keine Stolpersteine gibt, spart im Nachhinein Zeit und Nerven! Beispiel 1 zeigt eine gelungene Planung: der Geschirrspüler wurde in direkter Nähe zum Geschirrschrank geplant, von dort aus kann der Esstisch bequem und im Zweifelsfall auch mit einem wackeligen Tablett voller Geschirr in den Händen sicher erreicht werden.
  • …dass zur Zone „Spülen“ auch die Abfallentsorgung und Mülltrennung gehört? Überlegen Sie sich bestenfalls frühzeitig, welche Art von Abfallsystem zu Ihren Ansprüchen passt und wo Sie es platzieren möchten. Am komfortabelsten ist es, wenn dieser Bereich möglichst unverbaut und nahe bei Spüle und Geschirrspüler liegt.
  • ...dass der Hocheinbau eines Geschirrspülers viele Vorteile haben kann? Für einen guten Stand beim Be- und Entladen des Geschirrspülers bieten sich Einbaugeräte an, die in sinnvoll ergonomischer Höhe hinter der Front von Geräteumbauschränken platziert werden können. Die ideale Einbauhöhe ist angenehm für die Hauptakteure und gewährleistet einen guten Überblick über den Inhalt. Ideal gelöst wurde der Hocheinbau im Planungsbeispiel 2: die Höhe ist auf die Körpergröße der Dame abgestimmt, die Gerätetür steht in geöffnetem Zustand nicht im Weg, es kann von links oder rechts bequem ein- und ausgeräumt werden. Oberhalb wie unterhalb des Geschirrspülers wurde außerdem an Stauraum gedacht; der Geschirrschrank befindet sich unmittelbar daneben und kann beim Ausräumen der sauberen Teile in gleichbleibender Haltung erreicht werden.
  • …dass man beim Blick aus dem Wohnbereich auf eine geradlinige Inselküche schnell mal vergessen kann, dass es dort ja auch irgendwo einen Geschirrspüler geben muss? Meist wird der dann wie im Beispiel 3 zu sehen als einer der Unterschränke auf der Innenseite der Kücheninsel eingeplant. Von dekorativen Wangen und einer schönen Arbeitsplatte abgeschlossen und umrahmt, wird von vorne der wohnliche Gesamteindruck nicht gestört.
Bei einer Familienküche sind Ergonomie und eine gelungene Küchenplanung besonders wichtig.

Viele Köche verderben vielleicht nicht unbedingt den Brei. Aber wenn in der Küche viel los ist, kann eine offenstehende Geschirrspülertür schnell zur Stolperfalle werden. Sie kochen gerne mit Freunden oder Ihren Kindern? Stellen Sie sicher, dass problemlos mindestens eine Person im Kochbereich arbeiten kann, während eine zweite den Geschirrspüler ein- oder ausräumt. Bei durchdachter Planung müssen sich die Arbeitszonen nicht in die Quere kommen.

Eine ergonomische Küchenplanung muss auch die Spüle und den Geschirrspüler mit einbeziehen.

Sowohl das Mülltrennsystem als auch die Spüle sollten bei geöffneter Geschirrspülertür gut erreichbar sein; bestenfalls ohne zwischen diesen Punkten hin und her laufen zu müssen. So können Sie Dinge einräumen, die rund um die Spüle abgestellt wurden oder nach dem Auskratzen von Tellern in den Müll diese mit einem Handgriff vorspülen und dann direkt in die Spülmaschine laden. Wie ärgerlich, wenn man sich für diese Abläufe quer durch die Küche bewegen und im schlimmsten Fall die Gerätetür ständig auf und zu klappen muss!

Ein Spülenunterschrank sollte großzügig und nah bei Spüle und Geschirrspüler sein.

Rund um die Spülzone in der Küche wird Stauraum benötigt. Spülmaschinentabs, Klarspüler, Spülbürste, Schwämme und Geschirrspülmittel – das relevante Zubehör zum Abspülen muss irgendwo aufbewahrt werden. Ideal ist ein gut organisierter Spülenunterschrank, der dank Innenauszügen das Mülltrennsystem und das Spülzubehör beherbergen kann. Sind kleine Kinder im Haushalt, sollten Reinigungsmittel natürlich für diese unzugänglich in Hochschränken verstaut oder weiter unten liegende Auszüge oder Schränke gesichert werden.

Bei der Küchenarbeit ist es wichtig, dass die Arbeitszone Spülen mit Geschirrspüler, Küchenspüle und genügend Abstellfläche gestaltet ist.

Egal ob hochgebauter Geschirrspüler oder Spülen in der Zeile. Es gilt: In gut erreichbarer Nähe ausreichend Abstellfläche einplanen! Versetzen Sie sich gedanklich in eine Situation, in der Sie die Spülmaschine ausräumen – bestimmt stellen Sie Gläser und Geschirr häufig kurz ab, bevor Sie sie endgültig in den Schrank räumen. Und umgekehrt: wie oft sammelt sich benutztes Geschirr erst einmal auf der Arbeitsplatte an, bevor es in die Maschine wandert? Es ist unpraktisch, wenn die „Geschirrsammelstelle“ zu weit vom Geschirrspüler entfernt ist!

Automatische Türöffnungssysteme sind bei HGeräten wie dem Geschirrspüler in einer grifflosen Küche wichtig.
Bild: Miele

Eine designorientierte, grifflose Küche ist sicher alles andere als ein Planungsfehler. Doch denken Sie praktisch, wenn Sie sich ein gleichmäßig griffloses Frontenbild inklusive grifflosem Geschirrspüler wünschen. Oftmals stellt es sich als schwierig und unkomfortabel heraus, diese Geräte im Alltag zu öffnen – fragen Sie deshalb Ihren Küchenplaner nach Geräten mit automatischen Türöffnungssystemen wie Push2Open, Knock2Open oder OpenAssist!

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