Spülen: Einbauarten

Entscheiden Sie sich für die passende Einbauart Ihrer neuen Spüle. Klar: Jede Spüle, jedes Becken und jeder Spülstein benötigt einen Unterschrank oder Spülenschrank als „Träger“. Dieser sollte idealerweise mindestens über eine Breite von 60cm verfügen, sodass Sie an der Küchenspüle genügend Bewegungsfreiheit und Spielraum haben. Das Zusammenfügen von Spülenelement und Spülenunterschrank kann allerdings auf verschiedene Arten erfolgen. Welche Einbauart ist die richtige für Sie?

Einbauspüle

Schnell und einfch installiert ist die Einbauspüle in klassischen und modernen Küchen.
Die Einbauspüle ist der unkomplizierte, schnell montierte Klassiker und kommt dementsprechend oft zum Einsatz. Angestaubt muss sie aber keineswegs sein: mit extra flachem Einbaurand und gefertigt als stilsichere Granitspüle wirkt der Klassiker edel und modern. Bild: Schock
Spülen: Die Einbauarten im Überblick
Die Küchenspüle kann auf verschiedene Art und Weise in die Küche integriert werden. Als klassische Einbauart gilt die Einbauspüle bzw. aufliegende Spüle. Bild: Villeroy & Boch

Einbauspülen werden seltener auch als Einlegespülen bezeichnet. Der Name Auflagespüle ist auch öfter zu hören, ist aber irreführend und bezeichnet eigentlich ein Spülenmodul und somit eine ganz andere Einbauart.

Charakteristisch ist bei der Einbauspüle der Einbau von oben in die Arbeitsplatte. Beim Einsetzen entsteht ein typischer, gewölbter, abgedichteter Rand, der heute in Zeiten der gestalterischen Optimierung immer mehr als „Dorn im Auge“ und Hindernis beim Saubermachen gilt. Doch auch auf dem Gebiet der von oben eingesetzten Spüle geht der Trend immer mehr in Richtung Flächenbündigkeit.

Dunktle Küchenspüle mit aufliegendem Rand
Spüle mit aufliegendem Rand. Bild: Franke

Viele Hersteller arbeiten an Lösungen, wie das klassische Einbau-Spülbecken so flach gestaltet und der Rand so dicht an die Arbeitsplatte herangebracht werden kann, dass sich die Vorteile nach und nach an die einer flächenbündigen Spüle annähern. Solche Systeme gibt es beispielsweise schon unter dem Namen Slimtop oder IF-Rand. Generell unterscheiden sich Höhe und Dicke des Spülenrands je nach Hersteller.

Flächenbündige Spüle

Flächenbündige Spüle: Einbauspüle aus Keramik
Immer vom Profi einbauen lassen: flächenbündige Spülen glänzen durch die Abwesenheit von Rändern und Kanten, sind aber anspruchsvoll in der Montage. Bild: Villeroy & Boch
Edelstahlspülen und abgestimmte Armaturen aus Edelstahl sind in der Küche sehr beliebt
Edelstahlspüle flächenbündig integriert. Bild: Lechner
Flächenbündige Keramikspüle in Gelb
Flächenbündige Keramikspüle in Gelb. Bild: Villeroy & Boch

Heute ist es technisch möglich, völlig flächenbündige Spülen einzubauen. Das heißt, dass Spüle und Arbeitsplatte am Ende stufenlos ineinander übergehen. Das hat den Vorteil, dass es keinen Spülenrand mehr gibt, der früher beim Wegwischen von Krümeln oder Wasserrückständen ein Hindernis darstellte.

Anstatt einen Ausschnitt in die Arbeitsplatte zu machen, wird mit bei der Montage mit Hilfe spezieller Maschinen Material abgetragen und zwar passgenau in der Stärke des gewünschten Beckens. Außerdem sind ganz spezifische Kleber und Dichtungsmittel vonnöten, um eine flächenbündige Spüle sicher und auf hochwertige Weise zu realisieren.

Spülenmodule und Aufsatzbecken

Landhausküche mit Keramik Spülenmodul bzw. Spülstein
Ein aufgesetztes Spülenmodul erinnert an den klassischen Waschtisch und passt nicht nur gut in die Landhausküche, sondern auch die moderne Küche. Bild: Villeroy & Boch
Spülstein aus weißer Keramik
Spülstein in moderner, griffloser Küche. Bild: Villeroy & Boch

Spülenmodule bzw. Spülsteine sind in den letzten Jahren zu großer Bekanntheit und Beliebtheit gelangt, denn die variablen Lösungen erweisen sich bereits bei der Küchenplanung und beim Einbau als sehr anpassungsfähig und lassen sich in die verschiedensten Konzeptionen bequem integrieren.

Vor allem bei bestehendem Wunsch nach einer ergonomisch perfekt durchdachten Küchenplanung zeigen sich oftmals die Vorteile eines Spülmoduls oder einer Auflagespüle. Idealerweise sollte zum bequemen Arbeiten die Spüle nämlich höher als die Arbeitshöhe an der Platte sein. Man rechnet ca. 15cm auf die Unterschrankkorpushöhe. Die modularen Aufsatzbecken tragen je nach Typ und Modell bis zu 10cm auf die Arbeitshöhe auf und können so eine wunderbare Lösung in Sachen Ergonomie sein.

Unterbauspüle

Unterbauspüle mit einem Spülbecken und Abtropfgitter
Die Unterbauspüle präsentiert sich als moderne Lösung ohne Rand, ohne Kanten, dafür mit viel Eleganz. Bild: Villeroy & Boch
Unterbauspülen in einem auffälligen Grünton
Untergebaute Spülen aus Keramik. Bild: Villeroy & Boch
Moderne Unterbauspüle in Weiß
Die weiße Unterbauspüle bildet einen attraktiven Kontrast zur dunklen Arbeitsplatte. Bild: Franke
Eine Silgranitspüle ist nicht nur robust und pflegeleicht sondern ist in vielen Farben zu haben, sodass sie sich optisch harmonisch in jede Küchenplanung einfügt.
Unterbauspüle aus Silgranit. Bild: Lechner

Eine Unterbauspüle kommt bei Arbeitsplatten aus Naturstein, Glas oder Verbundwerkstoffen zum Einsatz – sie kann nur mit dichten, durchgehenden Materialien kombiniert werden; bei Holz oder Holzwerkstoffen gäbe es enorme Dichtungsprobleme und das Material würde ruiniert. Der Rand des Beckens wird stufenlos direkt unter die ausgeschnittene Arbeitsplatte geschoben, dort montiert und fixiert.

Ganz ohne aufliegenden Rand und mit einer Arbeitsplatte, die bis an die Konturen der Spüle heranreicht wirkt eine Unterbauspüle sehr edel und unaufdringlich. Zum optischen Vorteil kommt natürlich auch der gesteigerte Komfort beim Saubermachen und Putzen. Verschmutzungen oder Reste können geradewegs von der Arbeitsplatte ins Spülbecken gewischt werden, die berüchtigte Hürde beim Putzen am Spülenrand fehlt.

In die Arbeitsplatte integrierte Spüle

Sieht man sich die edle Optik an, ist es kein Wunder, dass in die Arbeitsplatte integrierte Spülen mehr und mehr an Beliebtheit gewinnen. Besonders wertig wirkt ein fugenloses Spülbecken aus Kunststein – wie Integrity der Marke Silestone, welches aus Quarzstein besteht und als Monoblock konzipiert ist.

Eine fugenlos integrierte Spüle aus Kunststein verspricht Klarheit und Konsequenz in der Küchenplanung und im Design.
Die weiße Küche als Sinnbild von Minimalismus und schnörkellosem Design kann nur von einer attraktiven, farblich "Ton in Ton" gehaltenen Kunststeinarbeitsplatte profitieren. Noch mehr Konsequenz verspricht eine fugenlos integrierte Spüle. Bild: Cosentino

Bei dem Quarzkomposit, das aus einer Masse in Form gegossen wird, ergeben sich einige Vorteile: allen voran kann auf diese Art – im wahrsten Sinne des Wortes – eine Spüle aus einem Guss realisiert werden. Sie ist am Ende extrem glatt und plan.

Durch den unkomplizierten Einbau des Monoblocks von unten entsteht eine harmonische Beziehung zwischen den zwei Elementen der Küchenplanung. Der Anschein: Spüle und Arbeitsplatte aus demselben Material verschmelzen miteinander.

Eine Unterbauspüle aus dem selben material wie die Arbeitsplatte und mit vollkommen reduzierten Rändern und Kanten nennt man integrierte Spüle.
Die Silestone Integrity passt mit ihrem schlanken, zurückgenommenem Design perfekt in die reduktionistische Küche. Egal ob als einzelne XL-Spüle...
Die integrierte Doppelspüle ist modern und gut geeignet für eine minimalistische Küchenplanung mit geringem Pflegeaufwand.
...oder als praktische Doppelspüle. Die Eigenschaften einer integrierten Spüle machen sie nicht nur attraktiv, sondern auch einfach zu reinigen. Bilder: Cosentino

Nicht nur optisch macht eine fugenlos in die Arbeitsplatte integrierte Spüle viel her; die Vorteile bei der Pflege decken sich mit denen der Unterbauspüle: Die Arbeitsfläche kann abgewischt werden ohne Hindernisse und Ränder.

Extra: Spülen und Armaturen

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