Spülen: Material

Es ist eines der wichtigsten Kriterien bei der Entscheidung für eine neue Küchenspüle, ist es doch das erste, was ins Auge fällt. Material und Farbe bestimmen das Gesamtbild der ganzen Küche entscheidend mit. Optische Gesichtspunkte, aber auch Überlegungen zur Pflege und Langlebigkeit spielen bei der Materialauswahl fürs Spülbecken eine Rolle. Diese 4 Werkstoffe haben sich auf dem modernen Spülenmarkt durchsetzen können.

Edelstahlspüle

Den Klassiker Edelstahl gibt es für die Spüle in mehreren Ausführungen und er ist auch als gebürstetes Edelstahl für moderne Küchen sehr beliebt.
Die Popularität des Klassiskers Edelstahlspüle scheint ungebrochen. Der Werkstoff hat allerdings Vor- und Nachteile. Bild: Lechner

Es ist das wohl bekannteste Material für ein Spülbecken überhaupt und wird zu Recht als Klassiker gehandelt. Die Edelstahlspüle wird nachwievor am häufigsten verkauft und bietet tatsächlich einige Vorteile.

Edelstahl-Fans schätzen die zeitlose Optik des Materials und die Tatsache, dass es sich passend zu nahezu allen Küchenstilen in das Küchenambiente integrieren lässt. Edelstahl punktet aber auch mit „inneren Werten“: Es ist als Oberfläche absolut hygienisch, lebensmittelverträglich, sowie in der Pflege rostfrei, hitzebeständig und säurebeständig. Nicht umsonst sprechen wir schließlich von der bevorzugten Oberfläche in Restaurant- und Profiküchen.

Außerdem handelt es sich bei einfacheren Spülen aus Edelstahl in der Anschaffung um eine vergleichsweise preisgünstige Alternative. Hier ist es aber wichtig zu wissen, dass man für hochwertige Spülen aus Edelstahl – insbesondere solche mit großem Platzangebot und angenehm fließenden Radien, mit denen man auch lange Zeit glücklich ist – durchaus etwas mehr investieren muss.

In der Kinderküche ist die Edelstahlspüle eine preisgünstige, robuste und hygienische Alternative.
Wo Hygiene oberste Priorität hat, kommt Edelstahl mit seiner porenfreien Oberfläche zum Einsatz. Zum Beispiel in der Familienküche, wo Kinder gerne mit Hand anlegen.

Ein weiterer Vorteil: Edelstahlspülbecken sind extrem leicht im Gewicht und der Einbau so mit wenigen Strapazen verbunden.

Einzig die Empfindlichkeit gegenüber Kratzern und Kalkflecken tut der Popularität von Edelstahlspülen hin und wieder einen Abbruch. Wer dem Edelstahl verfallen ist, aber auf Kratzer möglichst verzichten will, muss auch etwas tiefer in die Tasche greifen – die Stärke des Spülenmaterials ist hier ausschlaggebend; festere und dickere Edelstahlspülen sind weniger kratzanfällig, dafür aber auch teurer in der Anschaffung.

Keramikspüle

Ein zeitloser und beliebter Klassiker für die Küche ist die Keramikspüle
Schwergewicht mit vielen Fans: Die Keramikspüle wird nicht nur dort eingebaut, wo ein Hauch von Vintage erwünscht ist. Bild: Lechner

Sie galten lange Zeit als Relikt aus Großmutters Zeiten, überholt und altbacken. Aber wie so viele Elemente mit dem Label „Vintage“ sind Keramik-Spülbecken schon vor einigen Jahren wieder in Mode gekommen. Warum auch nicht?

Der Keramikspülstein XXL wird häufig in der Landhausküche eingeplant.
In dieser Form kommt die Keramikspüle besonders gut zur Geltung: als klassischer Spülstein in Übergröße!

Das bei großer Hitze gebrannte, widerstandsfähige Material ist immun gegen Kratzer und Splitter, verfügt über eine perfekt versiegelte Oberfläche, die weder verfärbt noch ausbleicht und bringt optisch einen Hauch von Nostalgie und ganz viel Wohnlichkeit mit. Keramikspülen sind längst nicht mehr nur in traditionellen oder Landhausküchen zu finden, sondern lassen sich auch hervorragend zum modernen, zeitlosen oder skandinavischen Stil kombinieren.

Ein Nachteil von Keramik als Werkstoff für die Küchenspüle ist das beachtliche Gewicht. Ein Keramikbecken – vor allem in der schicken und beliebten XXL-Ausführung oder bei einer Doppelspüle – kann bis zu 50 kg wiegen. Der Einbau durch einen Profi ist daher unbedingt zu empfehlen!

Granitspüle

Die Granitspülen von Schock sind ein Beispiel für Granitverbindungen auf dem Markt der Küchenspülen.
Spülen aus Granitverbindungen wirken samtig weich, sind extrem robust und decken ein ansehnliches Farbspektrum ab. In Mattschwarz beweist das Einzelbecken mit Abtropffläche von Schock Stilgefühl und wirkt mit seinen weichen Rundungen extrem ruhig und harmonisch. Bild: Schock

Eine Spüle aus reinem Granit gibt es eigentlich nicht. Moderne Verbundwerkstoff-Spülen werden größtenteils auf Quarz-Basis hergestellt und bieten erstaunliche Möglichkeiten. Mit Hilfe eines Giessverfahrens werden durch Polymerisation porenfreie und extrem robuste Spülbecken in allen erdenklichen Formen und Größen hergestellt, die resistent gegen Stöße, Hitze und alle haushaltsüblichen Säuren und Laugen sind.

Zwei klare Vorteile gegenüber der Edelstahlspüle ergeben sich bei dieser Art der synthetischen Herstellung eines Werkstoffs: zunächst einmal wird die Lücke in puncto Kratzer geschlossen, denn die beliebtesten Verbundmaterialien sind absolut kratzfest. Wo gehobelt wird, da fallen bekanntlich auch Späne, aber mit einer strapazierfähigen Spüle, die hauptsächlich aus hartem Granit besteht, müssen Sie sich keine Gedanken über eine aufwändige Pflege machen.

Eine individuelle Spüle zugeschnitten auf Ihre Wünsche bezüglich Form und Farbe bekommen Sie bei Schock aus Granit.
In Ihrer Küche sollen warme Töne wie Crème oder Braun vorherrschen und vom Ausgussbecken haben Sie auch ganz genaue Vorstellungen? Verbundwerkstoffe werden in vielen unterschiedlichen Nuancen und individuellen Aufteilungen angeboten! Bild: Schock

Solche Spülen aus Verbund- oder Mineralwerkstoffen werden aus einer zähen Acryl-Herzmasse gegossen, der je nach qualitativer und preislicher Einordnung eine kleinere oder größere Menge an Mineral-Pulvern zugesetzt wird. Hochwertige Produkte namhafter Hersteller bestehen dabei zu bis zu 80% aus Quarz.

Vorreiter auf dem Gebiet der Granitspüle ist der Hersteller Schock mit Cristadur® und Cristalite Plus®. Speziell auf die Alltagsbelastungen der Küche ausgerichtet, zeichnen sich die Granitspülbecken von Schock durch Langlebigkeit, Unempfindlichkeit und einen 100% hygienischen, nahezu antibakteriellen Abperleffekt aus.

Andere Mineralwerkstoffe auf dem Markt heißen beispielsweise: Fragranit, Silgranit, Silacron, Asterite, Belquarz, Cristalite und Silquarz. Corian ist ein bekannter Werkstoff aus Aluminiumhydroxyd und Akryl.

Küchenspülen aus Granit haben einen hohen Granit Anteil und sind gleichzeitig robust und samtig weich in der Haptik.
Fügt sich perfekt in die trendige, weiße Küche ein: die weiße Granitspüle, unterbündig verbaut, sodass sie optisch mit der Arbeitsplatte Eins wird. Dazu passt die Designarmatur im gleichen Farbton. Bild: Schock
Eine bunte Spüle in der Küche ist möglich dank Granitverbindungen, denen beim Anmischen jede Farbe beigemischt werden kann.
Der gestalterische Vorteil von Verbundwerkstoffen ergibt sich bereits bei der Herstellung: Schock zeigt welche Farbwelten möglich sind und eröffnet die Möglichkeit, zum Beispiel mit einer knallroten Spüle Akzente zu setzen. Bild: Schock
Eine gelbe Spüle wertet eine Retroküche oder die individuelle bunte Küche optisch auf.
Außergewöhnliche Küchen verlangen nach einer außergewöhnlichen Spüle. Das Einzelbecken in kräftigem Gelb mit abgestimmter Armatur ist ideal für die Retroküche oder um Pop-Art ins Küchendesign einfließen zu lassen. Bild: Schock

Farbe und Design entscheiden sich während des Anmischens der Materalien; daher können problemlos Farbschattierungen und auch Formen aller Art realisiert werden. Das macht die Spülbecken aus Verbundwerkstoffen zu den optischen Helden der Küchenplanung. Sie zeichnen sich durch ein edles, funktionales und unvergleichlich vielseitiges Design aus, das sich zu allen Küchenstilen optimal kombinieren lässt. Auch die Haptik ist etwas Besonderes – die Flächen fühlen sich angenehm soft, natürlich und steinähnlich an.

Gegen Granit in der Küche kann sprechen, dass es manchmal mit der Zeit unter den gelösten Mineralien im Leitungswasser leidet. Es wird hin und wieder von Spülen auf Granitbasis berichtet, deren einst satte Farbe über die Jahre stumpf geworden ist.

Acryl und Glas im Spülbereich

Bei der Unterbauspüle entstehen keine Ränder oder Kanten, daher können Krümel ganz leicht weggewischt werden und das Gesamtbild wirkt sehr designorientiert.
Glas ist ein dankbares Material für den sensiblen Nassbereich in der Küche. Die Unterbauspüle aus Edelstahl lässt der seidig wirkenden, weißen Glasarbeitsplatte viel Platz, um ihre Wirkung zu entfalten. Bild: Leicht

Eigentlich gibt es gar keine reinen Glasspülen – es handelt sich bei den so vertriebenen Becken um einen Material-Mix aus Sicherheitsglas und Edelstahl, wobei das Becken selbst aus Edelstahl, die umgebenden Flächen aus Glas gefertigt sind. Die extrem glatte Oberflächenstruktur von Glas ist ein Vorteil in puncto Hygiene und hält außerdem dem Pflegeaufwand gering. Der Edelstahl-Anteil sorgt währenddessen dafür, dass die Spüle robust und solide ist.

Eine weitere Möglichkeit, den Trendwerkstoff Glas rund um den Spülbereich in der Küche einzusetzen: kombinieren Sie eine Glasarbeitsplatte mit einer eleganten Unterbauspüle aus Edelstahl!

Extra: Spülen und Armaturen

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