Komfort – Funktionen und Ausstattung

Was macht einen guten Backofen oder Herd aus? Aktuelle Geräte sind mit verschiedensten Komfortfunktionen ausgestattet. Letztendlich sollten aber die eigenen Bedürfnisse darüber entscheiden, welche Ausstattung wirklich benötigt wird. Hier erhalten Sie einen Überblick über die unterschiedlichen Ausstattungsmöglichkeiten:

Backofen-Beleuchtung

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Egal ob LED oder Halogen - die Backofen-Beleuchtung ermöglicht eine gute Ausleuchtung des Garraums. Bild: SCHOTT

Für eine gute Ausleuchtung sorgen im Garraum installierte Backofenlampen, die den hohen Betriebstemperaturen standhalten. In aktuellen Geräten sind oftmals sparsame und langlebige LED- oder Halogen-Lampen angebracht, wobei zumeist die Möglichkeit besteht, die Innenbeleuchtung auch während des Betriebs abzuschalten

Wichtig ist, dass die Backofenbeleuchtung den Garraum vollständig ausgeleuchtet und nichts blendet. So kann man von außen durch das Sichtfenster den Garprozess beobachten und sieht wie weit der Kuchen ist oder ob der Braten schon die gewünschte Bräune hat.

Backofen-Innenausstattung

Mithilfe unterschiedlicher Ausstattungselemente kann das Potenzial des Backofen-Inneren voll ausgeschöpft werden. Zur Standardausstattung zählen Backblech, Rost, Fettpfanne oder Bräter, die auch mit speziellen pflegeleichten Emaillierungen z.B. Antihaftbeschichtungen angeboten werden. Zubehör wie dieses kann meist über Einschubleisten oder Zubehörträger an den Geräteseiten auf gewünschter Höhe platziert werden. Einhängegitter bzw. Einhängegestell, Teleskopauszüge und weiteres Zubehör können normalerweise zur Reinigung aus dem Gerät entfernt werden. Zudem sind pyrolysefähige Halterungen, Backbleche oder Auszüge erhältlich.

Wann verwendet man das Backblech und wann den Backrost? Das Backblech oder Kuchenblech ist, wie der Name schon verrät, vorrangig als Auflage für Kuchen – und dank leicht erhöhtem Rand insbesondere für flache Blechkuchen oder Pizzateig – gedacht. Aber auch Plätzchen, Pommes oder beispielsweise Kroketten werden häufig auf dem Blech zubereitet. Um sicherzustellen, dass nichts an der Oberfläche kleben bleibt, sollte stets Backpapier untergelegt werden. Wichtig zu wissen ist, dass sich unterhalb des Teiges Feuchtigkeit staut. Das beugt zwar der Austrocknung vor, führt aber dazu, dass der Teigboden schnell „labbrig“ wird.

Zur Zubereitung von beispielsweise Tiefkühlpizzen oder knusprigem Gebäck kann deshalb auch auf den Backrost und das Pizzablech zurückgegriffen werden oder auf eine spezielle Backblech-Varianten mit gelochter Oberfläche. Weil durch die Öffnungen des gelochten Backbleches die Feuchtigkeit entweichen und Hitze einströmen kann, wird die Unterseite des Teigs schön kross. Wo eine knusprige Unterseite gewünscht ist wie bei Brot oder Pizza bietet sich auch die Verwendung des sogenannten Backsteins an.

Zusätzlich kann ein Backblech untergeschoben werden, um Verunreinigungen durch herabtropfende Flüssigkeiten zu vermeiden. Noch besser eignet sich für solche Zwecke die sogenannte Fettpfanne, also ein Auffanggefäß ähnlich einem Backblech mit stark erhöhtem Rand. Diese fängt Fette oder Bratensaft auf. Gibt man Wasser in die Fettpfanne, kann die Luftfeuchtigkeit innerhalb des Garraums erhöht werden. Des Weiteren sind Bräter für den Backofen erhältlich. Diese Behälter eignen sich hervorragend zum Garen von Braten, zum Schmoren oder für Aufläufe.

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Unverzichtbar – Das Backblech gehört zur Standardausstattung von Backofen und Herd.

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Der Backofen-Rost eignet sich zur Zubereitung verschiedenster Speisen und zum Grillen.

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Die Fettpfanne wird z. B. unterhalb des Rosts mit dem Gargut platziert um herabtropfende Flüssigkeiten aufzufangen.

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Ideal für die Zubereitung von Pizza: der Backstein

Backwagen: Herde und Backöfen, die niedrig in einen Unterschrank verbaut wurden, können nur in gebückter Haltung beschickt werden. Eine rückenschonendere Alternative stellen hier Geräte mit Backwagen-Ausstattung dar. Backblech und Rost sind an der Tür fixiert und werden bei deren Öffnung zugänglich. Das heiße Gargut wie z.B. Kuchen oder Braten kann sogleich entnommen werden. Bleche oder Gitter können in der Regel aber nur von der Seite aus herausgeschoben werden. Backwagen mit sogenanntem „Softeinzug“ versprechen eine besonders komfortable Handhabung.

Teleskopauszüge und Vollauszüge: Mithilfe von voll ausziehbaren Teleskopschienen können Backblech oder Rost komplett aus dem Ofen herausgeschoben werden, was natürlich das Hineinstellen oder Herausnehmen des Garguts sehr erleichtert. Die Bleche gleiten entlang der Schienen aus dem Gerät heraus und können nicht nach unten kippen. Derartige Teleskopauszüge machen also ein Hineingreifen in den heißen Backofen überflüssig.

Viele Hersteller bieten beispielsweise unter Bezeichnungen wie „Comfort-Flex Auszug“ frei im Garraum platzierbare Teleskop-Einzelauszüge an. Praktischerweise gibt es auf dem Markt auch Auszugsvorrichtungen, die bis zu drei Ebenen gleichzeitig umfassen, u. a. „3-fach Teleskop-Vollauszug“ genannt.

Höchsten Komfort bieten Vollauszüge mit Stoppfunktion, die ein Verschieben des herausgefahrenen Bleches oder Rostes verhindern.

Backofentüren – vielfältige Türöffnungsmechanismen

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Einbaubackofen mit "normaler" Klapptür.

Die erhältlichen Backöfen und Herde weisen je nach Hersteller und Gerätemodell verschiedene Türöffnungsmechanismen auf. Um die Gerätereinigung zu erleichtern, können die meisten Türen ausgehängt werden

Bei den meisten Geräten lässt sich die Backofentür nach unten klappen, aber auch zur Seite schwenkbare Türen sind erhältlich. Allerdings können sich Klapptüren bzw. Klappen schnell als Stolperfalle entpuppen, da sie anders als seitlich öffnende Schwenktüren gerne übersehen werden. Auch stört die Klapptür beispielsweise beim Hineinschieben des Backbleches und es kommt schneller zu Verunreinigungen der Glasfläche. Eine Schwenktür punktet dagegen mit einem großen Öffnungswinkel und ermöglicht beispielsweise eine einfache Beschickung insbesondere von in den Hochschrank eingebauten Backöfen. Wer ein besonders leichtes und geräuscharmes Öffnen und Schließen wünscht, sollte auf Modelle mit gedämpften Türen zurückgreifen.

Besonders praktisch sind versenkbare Backofentüren, die beim Öffnen einfach unter dem Gerät verschwinden. Diese platzsparende Technik bietet sich gerade bei kleineren Räumlichkeiten an, wird aber bisher nur von wenigen Herstellern angeboten und verbirgt sich hinter Bezeichnungen wie „Hide“ bzw. „Slide&Hide“ bei zusätzlicher Ausstattung mit mitdrehendem Türgriff.

Mit Backwagen ausgestattete Modelle verfügen zumeist über eine ausfahrbare Tür.

Gerätebedienung, nützliche Kochhilfen und Automatikprogramme

Backen war noch nie so einfach: Moderne Geräteausführungen punkten mit einer äußerst benutzerfreundliche Bedienung. Dank hilfreicher Ausstattung mit Digitaldisplay oder praktischen Automatikfunktionen wird die Steuerung des Geräts zum Kinderspiel.

Vernetzte Backöfen von Siemens

So sieht Gerätebedienung heute aus: Die modernen Backöfen der Siemens Baureihe iQ700 können mit Smartphone und Tablet vernetzt werden.

Elektronikuhr:

Die Elektronikuhr gehört zur Grundausstattung eines jeden aktuellen Backofens. Neben der Tageszeit-Anzeige ist die Programmierung der Garzeitdauer möglich. Genauso wie bei der Eieruhr, ertönt nach Ablauf der Garzeit ein Signalton. Die Ziffern können meist auf einem Display abgelesen werden.

Backofenbedienung leicht gemacht – TFT-Displays, Touch-Funktion und Smart Home:

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Abbildung Einfache Bedienung dank praktischem Display. Bild: Miele

Im Laufe der Jahre wurde die Gerätebedienung kontinuierlich weiterentwickelt und verbessert. Backofen und Herd können zumeist über ein Digitaldisplay bedient werden.

Sogenannte TFT-Displays (Thin-film transistor-Displays) bzw. Klartext-Displays versprechen gute Lesbarkeit: Aktuelle Display-Varianten zeichnen sich durch eine hochauflösende und zumeist mehrfarbige Anzeige – bzw. Klartextanzeige – aus, auf der sich verschiedene Informationen wie Uhrzeit, Programme oder Option schnell und einfach ablesen können. Die flachen TFT-Anzeigen zählen übrigens zu den sogenannten Flüssigkristall-Displays. Die hohe Bildschärfe wird erreicht, da jedes Pixel von den „Dünnschichttransistoren“ direkt angesteuert wird.

Je nach Gerät erfolgt die Steuerung über klassische Bedienregler eine Touch-Oberfläche oder einer Kombination aus beiden Bedienphilosophien, wobei die Ausstattung mit Touchscreens bei modernen Ausführungen mittlerweile zum Standard geworden ist. Ein Grund für den Erfolgszug des Touchdisplays ist der damit verbundene Komfort für den Nutzer. Denn die Steuerung des Backofens oder Herds erfolgt schnell und einfach mit einem Fingertipp bzw. einer Wischgeste auf der TFT-Anzeige. Möglich machen dies Sensoren, die sich unterhalb der Displayoberfläche befinden. Wer die klassische Bedienung mittels Schaltergriffen wünscht, aber nicht auf eine geradlinige Gerätefront verzichten möchte, kann auf Modelle mit versenkbaren Schaltern zurückgreifen.

Stichwort „Smart Home“ und „Connectivity: Eine besonders komfortable und zeitgemäße Form der Gerätebedienung stellt die Backofensteuerung über ein mobiles Endgerät wie Smartphone oder Tablet dar. Wer seinen Backofen von überall über eine App ansteuern will, sollte nach vernetzungsfähigen Modellen Ausschau halten. Die App informiert Sie bei bestehender Internetverbindung u. a. darüber, wann das Gargut fertig zubereitet ist.

Bosch Home Connect - Backofensteuerung per App

Unterwegs erfahren, wann der Braten gar ist? Die modernen Backöfen mit Home Connect lassen sich einfach per App ansteuern.

Hilfestellungen beim Kochen – Temperaturkontrolle, Koch-Assistent etc.:

TFT-Farbdisplays garantieren nicht nur beste Anzeigequalität, sondern ihnen liegt zumeist auch eine übersichtliche Menüstruktur zugrunde. Bei vielen Modellen hält das Gerätedisplay zusätzliche Informationen für den Nutzer bereit. So werden beispielsweise nach Wahl der gewünschten Heizart Vorschläge zur Temperatureinstellung gegeben. Mit Betätigung der Infotaste erhält man weitere Informationen zur angewählten Heizart oder die aktuelle Temperatur wird eingeblendet.

Besonders einfach gestaltet sich die Zubereitung verschiedener Speisen wie Lasagne oder Kartoffelgratin mithilfe eines „Koch-Assistenten“, der für jedes Gargut die empfohlenen Temperatur- und Garzeit-Werte parat hält. Nachdem ausgewählt wurde, um welches Gericht es sich handelt, stellt der Backofen selbstständig das ideale „Zubereitungskonzept“ zusammen, bestehend aus der idealen Heizart, Temperatur und Zubereitungsdauer. Da es sich um einen Vorschlag handelt, können die Werte individuell angepasst werden.

Auch ein praktisches Abspeichern der gewählten Einstellungen z. B. bei häufig zubereiteten Gerichten ist über die Memory-Funktion möglich.

Das Display von Herden und Backöfen mit Temperaturkotrolle gibt zum einen Auskunft über die aktuelle Aufheizphase und darüber, wann das Gargut in den Ofen eingeschoben werden kann. Zum anderen wird nach Deaktivierung der Aufheizkontrolle die Restwärme angezeigt, bzw. die Temperatur, die noch im Backofeninnenraum herrscht.

Praktische Automatik-Programme:

Wer sich langes Stöbern im Kochbuch ersparen möchte, sollte nach Geräten mit komfortabler Programmautomatik Umschau halten. Auch wenn praktische Kochkenntnisse fehlen, ist es dank verschiedener Automatikprogramme möglich, selbst „kompliziertere“ Gerichte mühelos zuzubereiten.

Das angewählte Automatikprogramm bzw. der sogenannte „Auto-Pilot“ steuert dann den gesamten Zubereitungsprozess.

Je nach Hersteller und Gerätemodell umfasst die Automatikfunktion eine bestimmte Anzahl an Programmen für unterschiedliche Speisenkategorien. Ob Kuchen, Brot, Geflügel oder Wild: Das Programm-Angebot variiert von süßen Desserts bis hin zu herzhaften Fleisch- und Braten-Gerichten.

Um das bestmögliche Garergebnis zu erzielen, muss lediglich über Drehwähler oder Touch-Display das passende Programm ausgewählt werden. Manche Gerichte wie zum Beispiel ein Gänsebraten erfordern vor Programmstart noch die Angabe des Gewichts. Danach legt das entsprechende Programm die Temperatureinstellungen sowie die optimale Gar-Dauer fest.

Neben der Garzeit können auf dem Gerätedisplay wichtige Hinweise zur Einschubhöhe sowie zur Brat- und Backform abgelesen werden. Die empfohlenen Einstellungen können entsprechend der persönlichen Vorlieben abgewandelt werden. Bei vielen Geräten ist es außerdem möglich, eigene Automatikprogramme passend zu individuellen Lieblingsgerichten zu erstellen.

Bratautomatik und Bratenthermometer:

Mithilfe der Bratautomatik werden Braten oder verschiedene Fleischgerichte auf den Punkt genau fertig. Dabei stehen je nach Gerät zahlreiche Automatikprogramme für bis zu 85 (teilweise auch mehr) Speisen zur Wahl. Bevor das gewünschte Programm gestartet wird, ist es nötig, Informationen zu Fleischart, Gewicht oder Zustandsform (frisch oder gefroren) zu hinterlegen. Anhand dieser Angaben werden automatisch eingespeicherte Daten zum Gargut abgerufen, um die Dauer des Bratvorgangs und die anschließende Gardauer zu bestimmen.

Für ein besonders gutes Bratergebnis sorgt das Bratenthermometer. Dieses steht mit dem Backofen über eine Steckbuchse in Verbindung, was die elektronische Temperaturregelung ermöglicht. Der Temperaturfühler wird ungefähr bis zur Mitte in ein Fleischstück eingesteckt und misst dort die Kerntemperatur. Das Erreichen der Solltemperatur wird durch einen Signalton angezeigt.

Backsensor:

Nicht nur bei Fleischgerichten und Braten führen praktische Hilfsmittel zu perfekten Garergebnissen, sondern auch bei Kuchen, Brot oder beispielsweise Quiche. So sind Öfen auf dem Markt, an deren Innenwand Backsensoren angebracht sind, die während des Backprozesses den Grad der Feuchtigkeit bestimmen. Analog zu den gemessenen Werten reguliert das Automatikprogramm dann die Einstellungen

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Leckeres Fleisch auf den Punkt genau zubereitet – das Bratenthermometers ermittelt die Kerntemperatur des Fleischstücks und zeigt an, wann der optimale Garpunkt erreicht ist.

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Sind Backsensoren im Backofen-Inneren angebracht, wird die Zubereitung von Brot und Kuchen zum Kinderspiel. Bild: Miele

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Sicherheit

Für Sie ist Sicherheit oberstes Gebot, weil beispielsweise Kleinkinder im Haushalt wohnen? Keine Sorge. Funktionen wie Kindersicherung mit verriegelbarer Backofentür oder automatischer Sicherheitsausschaltung gehören quasi zur Standardausstattung von Backöfen und Herden.

Kühle Tür-Vorderseite: Bei Backöfen und Herden mit kühler Front erwärmt sich die Tür nicht über circa 30 bis 40 °C. So kann beispielsweise Verletzungen durch große Hitzeeinwirkung an der Handfläche effektiv vorgebeugt werden

Kindersicherung: In der Regel verfügt jedes Gerätemodell über eine Sperrfunktion, die verhindert, dass Kinder dieses einschalten oder Einstellungen vornehmen. Mit aktivierter Kindersicherung ist das Bedienfeld gesperrt.

Automatische Abschaltung: Sollte keine Zubereitungsdauer eingestellt sein und dauerhaft keine Einstellungen vorgenommen werden, kommt es nach gewisser Zeit zur Abschaltung des Geräts. Dies bietet große Sicherheit, auch wenn Sie einmal nicht anwesend sind.

Hier erfahren Sie alles, was Sie über Backöfen und Herde wissen sollten: