Nachhaltige Küchenmöbel

Daran erkennen Sie nachhaltige Küchen

Sich ökologisch und nachhaltig einzurichten ist ein bleibender Trend. Küchenmöbel aus Naturmaterialien sind in der Küche Dauerbrenner und erfreuen sich großer Beliebtheit. Denn nachhaltige Küchenmöbel überzeugen auch optisch mit modernem Design. Lesen Sie hier alles über nachhaltige Küchenmöbel und lernen Sie Innovationen kennen, die zum Umdenken anregen. Und verschaffen Sie sich einen Überblick über die wichtigsten Prüfzeichen und Umweltsiegel im Bereich Küchenmöbel. Denn so lassen sich nachhaltige Küchenmöbel und Küchenhersteller, die klimaneutral produzieren, schnell und einfach erkennen.

Kennzeichen klimaneutraler und klimabewusster Küchenhersteller

Die Deutsche Gütegesellschaft für Möbel (DGM) hat den sogenannten „Klimapakt für die Möbelindustrie“ ins Leben gerufen.

Das Ziel dieses Klimapakts ist der Klimaschutz:

  • Die DGM hilft dabei, dass die UN ihr 1,5-Grad-Ziel (Temperaturlimit Erderwärmung bis zum Jahre 2100) erreicht.
  • CO2-Emissionen bei der Möbelherstellung sollen reduziert beziehungsweise kompensiert werden, um den Temperaturanstieg zu begrenzen.

Damit es nicht bei reinen Worten bleibt, bietet die DGM den Möbelherstellern die Möglichkeit, sich aktiv am Klimaschutz zu beteiligen.

GUT ZU WISSEN: Will ein Küchenhersteller am Klimapakt teilnehmen, muss den Anforderungen der DGM nachkommen und seine CO-2 Emissionen ausgleichen.

Anhand von drei Labeln können Möbelkäufer sofort erkennen, wie klimabewusst ein Hersteller ist:

  • DGM Klimapakt: (nur) Engagement für den Klimaschutz (schwächstes Siegel)
  • Klimaneutraler Möbelhersteller: klimaneutraler Möbelproduktion
  • Klimaneutrales Möbel: klimaneutral produziertes Einzelmöbel (stärkstes Siegel)
Daniel Tigges Geschäftsführer eco-INSTITUT

Daniel Tigges Geschäfsführer eco-INSTITUT Germany GmbH

Expertenwissen

Das eco-INSTITUT-Label zeichnet besonders schadstoffarme Möbel aus

„Da Küchen häufig im Wohnbereich integriert sind und der Mensch sich immer mehr im Innen- und Wohnraum aufhält, wird Gesundheitsschutz bei der Produktauswahl immer wichtiger. Produkte, die mit dem eco-INSTITUT-Label ausgezeichnet sind, müssen strenge Anforderungen an Produktemissionen, schädliche Inhaltsstoffe und Geruch erfüllen und werden regelmäßig unabhängig geprüft.“

DGM Klimalabel
Foto: Deutsche Gütegesellschaft für Möbel (DGM)

Das Label „DGM-Klimapakt“ erhält jeder Möbelhersteller, der regelmäßig seinen CO2-Fußabdruck (= Emissionsberechnung/CO2-Bilanz) preisgibt. Und, wer sich dafür engagiert, seine Emissionen bei der Möbelfertigung zu reduzieren.

RAL Umweltsiegel für klimaneutrale Möbelhersteller
Foto: Deutsche Gütegesellschaft für Möbel (DGM)

Hat das Klimapakt- Mitglied innerhalb der genannten Frist seine CO2 Emissionen ausgeglichen, erhält es zusätzlich das RAL Gütezeichen „Möbelherstellung Klimaneutral“. Hier geht es um die gesamte Möbelproduktion des Herstellers.

RAL Siegel klimaneutrale Möbel
Foto: Deutsche Gütegesellschaft für Möbel (DGM)

Anhand des Labels „Möbel Klimaneutral“ erkennen Küchenkäufer sofort, dass ein einzelnes Möbelstück klimaneutral produziert wurde. Gleichzeitig gilt der Küchenmöbelhersteller als klimabewusst, hat also obendrein das DGM Klimalabel.

Klimaneutrale Küchenhersteller

Ob der Hersteller diesen Anforderungen nachkommt, prüft die DGM regelmäßig anhand der jeweiligen CO2-Bilanz. Klimaschutzzertifikate belegen, ob für alle unvermeidbaren Emissionen ein Ausgleich stattfand.

Laut der DGM produzieren folgende Küchenhersteller mittlerweile klimaneutral:

Moderne Küche aus Holz mit Eiche Furnier und grauer Kücheninsel
Foto: Nolte
Hellgrüne Küche in moderner Optik
Bild: Bauformat

Nachhaltige GreenLine Küchen von Rotpunkt

Wer Zweifel an der Umweltverträglichkeit von Küchen hat, zu deren Herstellung durchaus nicht wenig Holz aus Waldbeständen gerodet werden muss, der kann einen anderen Weg einschlagen. Für das GreenLine Küchenkonzept des deutschen Küchenherstellers Rotpunkt kommt sogenanntes BioBoard zum Einsatz – eine nach ökologischen Gesichtspunkten entwickelte und zertifizierte Platte, die größtenteils aus Recyclingholz besteht und damit als nachhaltig bezeichnet werden kann. Es lohnt sich also, genauer hinzuschauen, welches Material beim Küchenbau zum Einsatz kommt.

Als Greenline in Bioboard Qualität gibt es unter anderem Küchen im attraktiven Eiche Dekor.
Modernes Wohngefühl – der flexible Einsatz von BioBoard macht es möglich! Foto: Rotpunkt Küchen
Die Greenline Küchen von Rotpunkt zeigen sich im Küchendesign sehr wandlungsfähig und sind zum Beispiel auch als weiße Küche zu haben.
Eine umweltfreundliche Küche muss nicht mehr zwingend rustikal aussehen. Foto: Rotpunkt Küchen

Die acht wichtigsten Umweltsiegel bei Küchenmöbeln

Auf der Suche nach nachhaltigen Küchenmöbeln werden Sie mit den unterschiedlichsten Siegel und Zertifikaten konfrontiert.

WICHTIG: Nicht alle Siegel gehen explizit auf die Anforderungen von Küchenmöbeln ein oder stehen wirklich für Nachhaltigkeit.

Direkt auf die Produktionsbedingungen und die Emissionen, die bei der Herstellung von Küchenmöbeln entstehen, nehmen folgende acht Siegel Bezug:

  • Goldene M
  • Emissionsklasse für Möbel
  • Blauer Engel
  • TÜV Rheinland schadstoffgeprüft
  • PEFC
  • FSC
  • ÖkoControl
  • Eco-Institut
Gütezeichen Goldenes M für Küchenmöbel
Foto: DGM

Das Goldene M

Das Goldene M zählt zu den warenrechtlich gesicherten RAL-Gütezeichen. Die DGM (Deutsche Gütegemeinschaft Möbel e.V.) vergibt dieses Siegel für Möbel, die unabhängigen Tests in Sachen Haltbarkeit, Materialgüte, Langlebigkeit, Sicherheit und Gesundheitsverträglichkeit standhalten. Es ist Deutschlands einziges, offiziell anerkanntes Gütezeichen für Möbel und bezieht sich hauptsächlich auf die Qualität der Produkte. Teil der Tests sind aber auch Schadstoffgehalt, Umweltbewusstsein und der Beitrag der Möbel zum gesunden Wohnen. Keine Rolle spielt allerdings der Ursprung der Ressourcen. Mehr Infos zur DGM, dem goldenen M und welche Küchenhersteller bereits damit ausgezeichnet wurden lesen Sie hier.

DGM Emissionslabel

Über das DGM-Emissionslabel beschäftigt sich die Deutsche Gütegemeinschaft näher mit den Schadstoffausdünstungen von Möbeln, also mit Formaldehyd und anderen gesundheits- und umweltschädliche Stoffen. Die Auszeichnung erinnert mit ihrer Klassifizierung von A (geringste Schadstoffemission) bis D (gerade noch zulässige Schadstoffemission) an das EU-Energielabel für Elektrogeräte.

Emissionslabel Kastenmöbel der DGB
Foto: DGM
Der Blaue Engel ist eines der geläufigsten Umweltsiegel.
Foto: Blauer Engel / RAL gGmbH

Blauer Engel

Auch der „Blaue Engel“ des Bundesministeriums und des Bundesamts für Umwelt stellt für Möbel ein wichtiges Siegel dar. Denn es macht deutlich, dass diese schadstoffgeprüft und gesundheitlich unbedenklich sind. Beim Test wird nicht nur das fertige Produkt beurteilt, sondern sein gesamter „Lebenszyklus“ von der Produktion bis zur Entsorgung. Das Umweltzeichen zeigt, dass die Holzprodukte aus nachhaltiger Forstwirtschafft stammen und geringe Emissionswerte aufweisen.

Prüfzeichen „TÜV Rheinland schadstoffgeprüft“

Sehen Sie auf Küchenmöbeln das Siegel „TÜV Rheinland schadstoffgeprüft“, können Sie sicher sein, dass diese gesundheitlich unbedenklich sind. Das heißt: Die Möbel wurden auf Emission und Schadstoffausstoß geprüft. Die Küche setzt also nichts frei, was beim Einatmen oder bei Berührung schädlich ist. Gesetzliche Werte und Anforderungen müssen eingehalten werden, um Träger der Plakette zu werden.

TÜV Rheinland schadstoffgeprüft Siegel
Foto: TÜV Rheinland
PEFC ist eines der wichtigsten Umweltsiegel.
Foto: PEFC Deutschland

„PEFC“ Nachhaltigkeitssiegel

Das PEFC Zertifikat garantiert, dass die Rohstoffe für Holzmöbel aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammen. Das Siegel versteht sich selbst als globaler „Wald-TÜV“ und hat die flächendeckende Entwicklung von strengen Umweltstandards in der Forstwirtschaft zum Ziel. Wer PEFC-zertifizierte Holzmöbel kauft, kann sich auf Nachhaltigkeit auf ganzer Linie verlassen. Geachtet wird auf alles von der Wiederaufforstung, über den Erhalt der vielfältigen Flora und Fauna bis hin zu den Arbeitnehmerrechten in der Waldwirtschaft. PEFC zeichnet Vollholzmöbel, aber auch Furniere, Holzwerkstoffe, Spanplatten und andere küchenrelevante Produkte aus.

„FSC“ Nachhaltigkeitssiegel

Das Label FSC des Forest Stewardship Council (FSC) gewährleistet, dass das verwendete Holz aus nachhaltiger und umweltgerechter Waldbewirtschaftung stammt. Es bewertet die Herkunft von Hölzern, die zur Produktion von Möbeln eingesetzt wurden, nicht aber die Möbel selbst. Laut dem Umweltbundesamt gilt das FSC-Siegel als sehr hochwertig im Bereich Holzprodukte. Es wird in drei Abstufungen vergeben: FSC 100% (komplett aus FSC-zertifiziertem Holz), FSC Mix (70% aus FSC-zertifiziertem oder recyceltem Material) und FSC Recycled (100% des Produktes aus Recyclingmaterial).

FSC Siegel
Foto: FSC Deutschland
ÖkoControl Siegel kennzeichnet nachhaltige Möbel
Foto: ÖkoControl – Verband ökologischer Einrichtungshäuser e.V.

„ÖkoControl“ Prüfsiegel

Hinter dem ÖkoControl Siegel steht der ÖkoControl-Verband ökologischer Einrichtungshäuser. Möbel, die dieses Zeichen tragen, sind schadstoffgetestet und nachweislich schadstoffarm. Dieses Zeichen wird nur an Biomöbel aus Massivholz oder hochwertigen Holzwerkstoffen vergeben, die ausschließlich mit natürlichen Produkten behandelt wurden. Alle Möbel mit ÖkoControl Siegel werden in Deutschland oder Europa hergestellt. Mit einem scharfen Grenzwert von 36 Mikrogramm Formaldehyd-Emission pro Kubikmeter Raumluft für Möbel aus Holz ist das Siegel ÖkoControl strenger als die Jury des goldenen M.

„Eco-Institut“ Umweltsiegel

Das Eco-Institut betreibt Emissionsmessung und zertifiziert mit seinem Label Möbel aus Holz, Kunststoff und Metall. Es soll gesundheitsbewussten Kücheninteressenten die Kaufentscheidung erleichtern. Möbel aus Tropenhölzern werden nur mit dem Label ausgezeichnet, wenn das Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammt und FSC-zertifiziert ist.

Das Label vom Eco Institut ist eines der geläufigsten Umweltsiegel.

Fazit: Umweltsiegel sind eine Orientierungshilfe beim Küchenkauf

Wer bei seiner neuen Küche Wert auf Nachhaltigkeit legt, sollten bei der Auswahl unbedingt auf Umweltsiegel achten. Anerkannte Labels wie der „Blaue Engel“ oder „Das Goldene M“ helfen dabei, eine nachhaltige Küche zu erkennen. Im Küchenstudio können Sie prüfen, ob die gewünschte Küche mit einem Umweltlabel gekennzeichnet ist. Nachhaltigkeit bedeutet aber auch, nicht ständig zu kaufen, sondern gleich auf Qualität „Made in Germany“ zu setzen. Bei Holz kommt es auf die Herkunft an: Denn nur nachhaltig angebautes Holz aus der Region ist wirklich ökologisch unbedenklich.

TIPP: In unserer Musterküchenbörse finden Sie Küchen klimaneutral produzierender Küchenhersteller.

Lassen Sie sich im örtlichen Küchenstudio Küchen von klimaneutralen Herstellern zeigen.

Was eine nachhaltige Küche ausmacht:

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