Einbaugeräte in der ergonomischen Küche

Positionierung und Einbau von Küchengeräten nach ergonomischen Aspekten

Wo gehört der Herd am besten hin? Und wo der Geschirrspüler und der Kühlschrank? Gibt es dafür Regeln oder können Sie ganz frei entscheiden, was wo hingehört? Wir sagen es Ihnen und erklären, wie Profi-Küchenplaner bei der Platzierung der Küchengeräte vorgehen. Außerdem lassen wir Sie wissen, wie Sie schon bei der Auswahl Ihrer Einbaugeräte aus ergonomischer Sicht alles richtig machen.

Ergonomischer Einbau von Küchengeräten

Heutzutage werden Backöfen, Mikrowellengeräte, Dampfgarer und Kühlschränke oftmals nach ergonomischen Gesichtspunkten eingeplant.

Der Einbau von Küchengeräten erfolgt dann: 

  • in angenehmer Sichthöhe
  • in praktischer Greifhöhe

Die ergonomischen und gesundheitlichen Vorteile wurden von den meisten Herstellern und Küchenplanern schon lange erkannt.

ES GILT: Aus ergonomischer Sicht sollten alle Küchengeräte, die häufig in Gebrauch sind, erhöht verbaut werden.

Erhöhter Einbau von Backofen und Dampfgarer im Küchenschrank
Bild: Küppersbusch

Kochfelder

Das klassische Kochfeld besitzt eine vordere und eine hintere Kochreihe bzw. zeichnet sich durch ein eher breites Querformat aus. Jedoch ist wahrer Kochkomfort nur beim Arbeiten im vorderen Bereich gegeben. Findet der Kochvorgang auf den hinten liegenden Kochzonen statt, muss eine nach vorn gebeugte Haltung eingenommen werden.

GUT ZU WISSEN: Aus ergonomischer Sicht ist eine dauerhafte Nutzung der hinteren Kochreihe nicht optimal. Hier sollte vorwiegend langsam vor sich hin köchelndes Gargut platziert werden.

Küchengeräte ergonomisch einbauen: Kochfeld clever auswählen
Bild: Blum

Mittlerweile werden sogar elektrisch höhenverstellbare Koch- und Arbeitsplätze angeboten. So kann stets auf individuell optimaler Arbeitshöhe mit Töpfen und Pfannen hantiert werden.

WICHTIG: Beim Kochfeld wird die Arbeitshöhe anhand der Topfoberkante ermittelt, weshalb oft eine abgesenkte Arbeitsplatte im Bereich des Kochfeldes eingeplant wird.

Ergonomisch sinnvoll: Das Panorama-Kochfeld.

Für Vielkocher bietet sich aus ergonomischer Sicht das so genannte Panorama- Kochfeld an, da die Kochplatte nur vorne genutzt wird. Möglich ist das jedoch nur, wenn Sie den entsprechenden Platz in Ihrer Küche haben.

Praktisches Panorama-Kochfeld für die Küche
Bild: Bosch

Backöfen und Herde

Lassen Sie den Backofen erhöht in einen Geräteschrank einbauen.

WICHTIG: Für eine rückenschonende Greifhöhe sollte die Oberkante des Einbaugeräts mit der individuellen Schulterhöhe übereinstimmen.

So müssen Sie nur die Arme leicht anwinkeln, wenn Sie etwas aus dem Backofen holen. Eine praktische Innenausstattung von Backöfen mit beispielsweise Teleskopauszügen erhöht den Komfort und verhindert lästige Verbrennungen.

Ergonomischer Einbaubackofen mit versenkbarer Tür
Der Slide&Hide Backofen von NEFF mit versenkbarer Tür erleichtert den ergonomischen Zugriff. Bild: NEFF

Dunstabzüge

Normale Dunstabzugshauben können beim Kochen stören, da sie in den Bewegungsraum des Küchennutzers hineinragen. Besonders praktisch sind sogenannte Kopffreihauben. Wie der Name schon sagt, haben Sie hier beim Arbeiten den Kopf frei und können sich nicht stoßen. Wer nach einer modernen und platzsparenden Lösung sucht, sollte sich nach sogenannten Kochfeldabzügen umsehen. Ein Kochfeldabzug wird neben dem Kochfeld in die Arbeitsplatte eingebaut und saugt den Wrasen direkt am Entstehungsort ab. Der Platz oberhalb des Herdes kann also anders genutzt werden.

TIPP: Erfahren Sie, worin die Vorteile und Nachteile von Müldenlüftern liegen und treffen Sie darauf basierend Ihre Kaufentscheidung. Wenn Sie ein Schnäppchen machen wollen, legen Sie einen Suchauftrag an bei unseren Ausstellungsgeräten.

Ergonomisches Haushaltsgerät: Kochfeld mit integriertem Dunstabzug
Ergonomisches Einbaugerät: Kochfeld mit Dunstabzug nach unten. Bild: Siemens Hausgeräte
Küche mit Kopffreihaube
Einbauküche mit Kopffreihaube. Bild: Oranier

Dampfgarer, Mikrowellen, Allesschneider und Co.

Weitere Küchengeräte können je nach Bedarf den Kochbereich sinnvoll ergänzen. Die Wahl sollte ebenfalls auf Einbaugeräte oder einbaufähiges Küchenzubehör fallen.

Auf idealer Höhe können auch folgende Einbaugeräte in Hochschränke oder Sideboards integriert werden:

  • Einbaudampfgarer
  • Einbaumikrowellen
  • Einbaukaffeemaschinen
Auf ergonomischer Höhe: Einbaudampfgarer im Sideboard
Bild: Bauknecht
Einbau-Toaster von ritterwerk, passend für die Schublade
Praktisches Küchengerät: Einbau-Toaster für die Schublade. Bild: ritterwerk

Küchenkleingeräte wie der Allesschneider oder der Toaster müssen ebenfalls nicht auf der Arbeitsfläche stehen.

TIPP: Praktische Gerätevarianten, wie Sie Ritterwerk anbietet, können in Schubladen eingebaut werden. Das spart Platz und erleichtert Ihre Arbeitsabläufe.

Kühlschränke

Bei Kühlschranken ist der erhöhte Einbau längst Standard. Der Nutzungskomfort eines in den Hochschrank integrierten Einbaukühlschranks lässt sich durch die Ausstattung mit modernen und hoch funktionalen Beschlägen erhöhen. So ermöglicht z.B. ein elektronischer Öffnungsmechanismus wie SERVO-DRIVE von Blum einen sehr leichten Zugang zu den gekühlten Lebensmitteln.

Küche mit erhöht eingebauten Kühlschrank
Kühlschrank erhöht eingebaut. Bild: Bosch

Geschirrspülmaschinen

Ergonomisch hochgebauter Geschirrspüler
Höchster Bedienkomfort dank hochgebautem Geschirrspüler

Empfehlenswert ist es auf jeden Fall, auch Geschirrspülmaschinen hochzusetzen und auf körpergerechter Höhe einzubauen. Übrigens: Wussten Sie, dass Sie bei den meisten Spülmaschinen den Geschirrkorb via Hebel nach unten versetzen können? Damit schaffen Sie oben Platz für Teller, was das Ein- und Ausräumen aus ergonomischer Sicht enorm erleichtert.

TIPP: Bei den AEG Spülmaschinen mit ComfortLift können Sie den Unterkorb mit einem Handgriff auf genau die Arbeitshöhe fahren lassen, die Sie beim Ein- und Ausräumen als angenehm empfinden.

Ergonomischer Geschirrspüler mit herausfahrbarem Unterkorb
Ergonomischer Geschirrspüler mit herausfahrbarem Unterkorb. Bild: AEG

Fragen Sie in Ihrem lokalen Küchenstudio nach, wie Sie die Geräte aus ergonomischer Sicht am besten einplanen sollten: