Kosten für eine Küche

Die Frage nach dem Preis einer Küche

Was kostet eine Küche? Pauschal lässt sich das leider nicht beantworten. Denn der Preis einer Küche hängt von einer Menge Faktoren ab. Wie groß ist die Küche? Wie viele Schränke werden verbaut? Aber auch: Welche Materialien werden verwendet und welche Form hat sie? Daneben bestimmt auch die Wahl der Küchengeräte die Kosten, genauso wie der Aufwand bezüglich Planung und Montage sowie die Frage, welcher Hersteller denn überhaupt die Küche bauen soll.

Die Wahl der Küchenmarke beeinflusst den Preis

Wer sich für eine Markenküche von Siematic, Poggenpohl oder Bulthaup entscheidet, wird kaum eine Küche unter 20.000 Euro erhalten. Viele der nicht so bekannten, aber großen Hersteller wie Nobilia – genauso wie Häcker Küchen, Nolte Küchen oder Schüller – bieten ein breites Sortiment und eine große Auswahl an unterschiedlichen Maßen. Damit lassen sich kleine Einbauküchen mit einfacher Ausstattung genauso wie Einbauküchen mit gehobener Ausstattung herstellen. Daneben gibt es eine Reihe von mittelgroßen Herstellern, die Küchen hauptsächlich für die gehobene Mitte für rund 10.000 Euro und aufwärts produzieren (Bauformat Küchen, Leicht Küchen, Ballerina Küchen, Rotpunkt Küchen, Pronorm Einbauküchen und andere).

Wie zufrieden andere Küchenkäufer mit der Wahl der Küchenhersteller sind, können Sie in unserem Bewertungsportal nachlesen. Profitieren Sie von authentischen Erfahrungsberichten anderer Käufer.

Material und Innenausstattung der Küchenschränke schlagen sich im Preis nieder

Auch die Küchenfront einer Küche entscheidet über den Preis. Am günstigsten sind Folienfronten. Gute Qualität zum akzeptablen Preis gibt es bei Schichtstofffronten und Melaminharzfronten. Wer etwas Besonderes erwartet, muss mehr bezahlen: Glas-, Lack- und Vollholz-Fronten spielen preislich in der oberen Liga.

Die Ausstattung der Küchenschränke mit Auszügen oder mit Türen beeinträchtigt die Kosten genauso wie die Innenausstattung. Spezielle Küchenschränke wie Eckschränke oder Vorratschränke sind deutlich teurer als der Standardküchenschrank mit Tür. Details wie Licht in der Küche oder die Nischengestaltung treiben die Kosten zusätzlich in die Höhe.

Grundsätzlich lässt sich bei Küchenmöbeln festhalten, dass Prüfsiegel ein guter Indikator für Qualität sind. Schauen Sie also genau hin, wenn Sie ein lokales Küchenstudio Ihrer Wahl besuchen.

Arbeitsplatten sind ein wahrer Kostentreiber

Ebenso hängen die Kosten einer Küche davon ab, welche Art von Arbeitsplatte Sie wählen und wie viel Arbeitsplatte Sie in Ihrer Küche benötigen. Standardtiefe oder Extratiefe, Theke oder Insel? Sie sollten sich im Klaren darüber sein, dass alles, was individuell angefertigt werden muss, deutlich teurer ist.

Schichtstoffarbeitsplatten, die durchaus in Sachen Optik, Haptik und Widerstandsfähigkeit erstklassig sein können, sind am günstigsten. Exklusive Materialien wie Naturstein oder Marmor treiben den Preis der Küche deutlich nach oben.

Die Wahl der Küchengeräte ist ein entscheidender Kostenfaktor

Die Wahl der Küchengeräte
Die Preisspanne bei Küchengeräten ist groß. Foto: NEFF

Einen großen Einfluss auf den Preis eine Küche hat die Zahl und Marke der Küchengeräte. Geräte von Gaggenau, V-Zug oder Miele sind in der obersten Preisliga zu finden. Hochwertige Küchengeräte bieten aber auch Marken wie Siemens Hausgeräte, Bosch und Neff. Recht breit aufgestellt sind Bauknecht und die AEG (Electrolux). Ein gutes Preis-Leistungsverhältnis darf man beispielsweise bei Marken wie Beko, Gorenje oder Amica erwarten.

Bei der Wahl der Küchengeräte kommt es neben der Marke und der Anzahl der gewünschten Küchengeräte auch auf die Funktionen an. So kostet ein Backofen mit Pyrolyse zum Beispiel deutlich mehr. Dieses Beispiel zeigt, dass es wirklich wichtig ist, sich vor dem Kauf über die eigenen Bedürfnisse bewusst zu sein. Was muss sein? Was nicht?

Küchen von Handelsmarken als kostengünstige Alternative?

Handelsmarke mit Niveau: Interliving. Foto: Interliving
Handelsmarke mit Niveau: Interliving. Foto: Interliving

Große Marken sind in der Möbel- und Küchenbranche selten. Anders als in der Autoindustrie, wo Hersteller mit ihrem Markennamen werben, blieben die Hersteller von Küchen bislang fast unsichtbar. Auch wenn Herstellernamen wie Nobilia, Nolte Küchen oder Schüller bekannter geworden sind, haben es doch nur wenige Küchenhersteller geschafft, tatsächlich Marken mit Strahlkraft zu entwickeln. Und wenn, dann sind es Marken wie Siematic, Poggenpohl oder Bulthaup, die für besondere, hochwertige Küchen stehen.

Entsprechend versucht der Handel, mit eigenen Küchenmarken aufzutrumpfen. Hauptsächlich, um eine Vergleichbarkeit seiner Waren zu verhindern. Was aber nicht heißt, dass Handelsmarken per se für schlechtere Küchen stehen. Im Gegenteil. Produziert werden fast alle im Markt erhältlichen Handelsmarken von großen deutschen Küchenherstellern wie Nobilia, Nolte Küchen, Häcker Küchen, Schüller, Bauformat Küchen oder Ballerina Küchen und einigen kleineren Küchenbauern. Vereinfacht lässt sich aber sagen: Marke kostet mehr und bietet mehr Auswahl, vor allem, was die Planungsvielfalt angeht.